Baden-Baden und Bahn im Dialog: Was sich am Bahnhof ändert
Weniger ICE-Halte ab Dezember, bessere Ersatzverkehre und mehr Komfort am Zukunftsbahnhof

Die Stadt Baden-Baden und die Deutsche Bahn haben in einem aktuellen digitalen Austausch zentrale Herausforderungen und Pläne rund um den Bahnverkehr in der Kurstadt diskutiert. Dabei standen Themen wie die Anbindung im Fernverkehr, Schienenersatzverkehre sowie die Aufenthaltsqualität am Bahnhof im Mittelpunkt.
Reduzierte Fernverkehrsanbindung ab Dezember
Ein zentrales Gesprächsthema war das ab Dezember geltende Interims-Haltekonzept im Fernverkehr. Dieses führt zunächst zu einer Reduzierung der ICE-Halte in Baden-Baden. Die Ursache liegt in Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Rastatter Tunnels, welcher Teil des Großprojekts Stuttgart 21 ist.
Erster Bürgermeister Alexander Wieland betonte eindringlich die Bedeutung einer guten überregionalen Erreichbarkeit für die Stadt. „Eine gute Anbindung Baden-Badens an den Fernverkehr ist für unsere Stadt von enormer Bedeutung, sowohl für den Tourismus als auch für den Geschäftsreiseverkehr. Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass die Einschränkungen tatsächlich nur vorübergehend bleiben“, so Wieland.
Organisation von Schienenersatzverkehren im Fokus
Die wiederkehrenden Belastungen durch kurzfristige Sperrungen und nicht optimal koordinierte Schienenersatzverkehre wurden ebenfalls kritisch beleuchtet. Bürgermeister Dr. Tobias Krammerbauer, der sich zuletzt persönlich am Bahnhof informierte, forderte spürbare Verbesserungen: „Unsere Einsatzkräfte leisten in solchen Situationen großartige Arbeit, aber die kann nicht dauerhaft als Notfallhelfer einspringen. Wir brauchen eine deutlich bessere Abstimmung zwischen Bahn, Stadt und Einsatzdiensten, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.“
Aufenthaltsqualität rund um den Bahnhof
Auch das Bahnhofsumfeld wurde thematisiert. Neben der Aufenthaltsqualität standen besonders sanitäre Einrichtungen im Fokus der Gespräche. Positiv bewerteten alle Beteiligten die im vergangenen Jahr erfolgte Auszeichnung des Bahnhofs zum „Zukunftsbahnhof“. Im Rahmen eines bundesweiten Infrastrukturprogramms wurde Baden-Baden als erste Stadt der Region mit diesem Titel bedacht. Das Leitmotiv der traditionsreichen Bäderkultur spiegelt sich nun auch in der Gestaltung des Bahnhofs wider.
Konstruktiver Dialog mit Ausblick
Am Ende des Treffens zogen alle Beteiligten ein positives Fazit und hoben die konstruktive Atmosphäre hervor. Die Gesprächspartner – Erster Bürgermeister Alexander Wieland, Tobias Krammerbauer und Dr. Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg – vereinbarten, den Dialog fortzusetzen und gemeinsam die Erreichbarkeit sowie die Attraktivität des Bahnhofs Baden-Baden weiter zu stärken.
Mit dem klaren Bekenntnis beider Seiten zur weiteren Zusammenarbeit bleibt die Entwicklung des Bahnhofs und seiner Anbindung ein wichtiges Thema für Stadt und Region.
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