Gedenken an Allerseelen: Mahnung für Frieden
Baden erinnert an Weltkriegsopfer und betont Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich

Am 4. November 2025 fand an der Maximilianstraße eine bewegende Gedenkfeier zu Allerseelen statt. Erster Bürgermeister Alexander Wieland sowie führende Vertreter verschiedener Sozialverbände und Organisationen gedachten den Opfern der Weltkriege sowie verstorbenen Mitgliedern und Angehörigen. Die feierliche Zeremonie wurde musikalisch von den Lichtentaler „Vierventilern“ begleitet und bot der Stadtgesellschaft einen würdigen Rahmen innezuhalten und sich der gemeinsamen Geschichte zu erinnern.
Teilnehmende und Ablauf der Gedenkveranstaltung
Zu den Beteiligten der Kranzniederlegung zählten neben Bürgermeister Wieland auch Johann Lorenz, Ehrenvorsitzender des Kreisverbands, Bernhard Stumm vom Sozialverband Mitte, Rudi Leonhardt als Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft sowie Gabriele Spengler als Ortsvorsitzende des West. Diese standen stellvertretend für die zahlreichen Organisationen und Angehörigen, die sich mit der Tradition des Gedenkens identifizieren.
Die Botschaft der Ansprache von Bürgermeister Wieland
In seiner Rede stellte Alexander Wieland die Bedeutung des Gedenkens in Lichtental als Symbol für die deutsch-französische Versöhnung heraus. Insbesondere verwies er darauf, dass der Ehrenfriedhof nicht nur ein Ort der Erinnerung sei, sondern auch eine Mahnung für kommende Generationen darstelle. Wieland erinnerte an den unschätzbaren Wert des Friedens, den Deutschland nach 1945 erlangte, und hob die gewachsene Freundschaft zwischen den Nationen hervor. Den Anwesenden zollte er seinen Dank für die Bewahrung dieser partnerschaftlichen Werte.
Aktueller Bezug und gesellschaftliche Relevanz
Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Konflikte wie dem Krieg in der Ukraine fand Wieland deutliche Worte über die Verantwortung aus der Geschichte zu lernen: „Unsere Erinnerung ist ein starkes Fundament für den Frieden in Europa. Der Wille zur Versöhnung und zur Zusammenarbeit bleibt unser wichtigstes Ziel“, betonte er.
Die Tradition des Gedenkens in Baden
Die Tradition dieses Gedenktages reicht bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück, als sie von den französischen Streitkräften ins Leben gerufen wurde. Seit deren Abzug im Jahr 1999 wird das Gedenken durch die Stadt Baden in enger Verbundenheit zu Frankreich fortgeführt, um die Freundschaft und die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Ländern immer wieder zu bekräftigen.
Bedeutung für die Stadtgesellschaft
Die regelmäßige Durchführung der Gedenkveranstaltung unterstreicht nicht nur den Stellenwert von Erinnerungskultur in Baden, sondern rückt auch die Bedeutung von Dialog, Versöhnung und gelebter Freundschaft ins Zentrum der Öffentlichkeit. Die Feierlichkeiten zeigen eindrucksvoll, dass die Lehren der Vergangenheit ein tragfähiges Fundament für eine friedliche und geeinte Zukunft in Europa bilden können.
Die Initiatoren und Teilnehmenden knüpfen mit ihrer Geste ein starkes Band zwischen Geschichte, Verantwortung und Hoffnung auf weiteren Frieden – in Baden, Europa und darüber hinaus.
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