Gedenkstele in Baden wieder aufgestellt
Am Holocaust-Gedenktag erinnert die restaurierte Stele mit sichtbaren Schäden an antisemitische Gewalt

Die Gedenkstele am Willy-Brandt-Platz in Baden, Symbol des Erinnerns und Mahnens, wurde im vergangenen Sommer mutwillig zerstört. Dieses Ereignis löste in der Bevölkerung großes Entsetzen aus. Die Täter der Tat sind bislang nicht ermittelt worden. Trotz der schweren Beschädigung konnte das Denkmal dank privater Spenden, namentlich auch durch eine Initiative der jüdischen Gemeinde, restauriert und in Teilen erneuert werden.
Zeichen der Erinnerung: Restaurierte Stele bleibt gezeichnet
Die Spuren des Angriffs werden am Stein weiterhin sichtbar bleiben. Sie sollen die brutale Tat nicht verdrängen, sondern für nachfolgende Generationen mahnendes Zeichen und Erinnerung zugleich sein.
Die Stele wurde damit nicht nur wiederhergestellt, sondern bewahrt bewusst die Narben der Geschichte als Teil des kollektiven Gedächtnisses an antisemitische Gewalt.
Feierliche Wiedererrichtung am Holocaust-Gedenktag
Die feierliche Wiedererrichtung der restaurierten Stele findet am Dienstag, 27. Januar, um 17 Uhr statt. Der Termin des Internationalen Holocaust-Gedenktags unterstreicht die Bedeutung des Ortes und der Veranstaltung. Bürgermeister Alexander Wieland lädt die gesamte Stadtgesellschaft ein, vor der Alten Polizeidirektion innezuhalten und gemeinsam zu gedenken.
Einladung zur Gedenkveranstaltung
Der Erste Bürgermeister möchte ein Zeichen setzen gegen das Vergessen und für ein friedliches Miteinander. Die Versammlung ist als gemeinsames Innehalten für alle gedacht, die sich gegen Antisemitismus und für das Erinnern engagieren möchten.
Kontext und Bedeutung der Stele
Bereits anlässlich der Reichspogromnacht wurde vor den Überresten des zerstörten Fundaments eine Kranzniederlegung vorgenommen. Diese war ein stilles Gedenken und zugleich eine klare Botschaft: Der Angriff auf die Gedenkstele war nicht nur eine Entwürdigung des Erinnerns an die Opfer des Nationalsozialismus, sondern griff Werte und Verantwortung der heutigen Gesellschaft an.
Die restaurierte Stele ist damit nicht nur ein historisches Denkmal, sondern zentrale Mahnung gegen Antisemitismus und das Vergessen. Die Wiedererrichtung am symbolträchtigen Datum lädt dazu ein, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich klar gegen Hass und Ausgrenzung zu positionieren.
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