Neun Städte setzen neue Maßstäbe in der digitalen Verwaltung
Das Netzwerk re@di entwickelt innovative Projekte und treibt Digitalisierung mit Low-Code und KI voran

Die neun Städte Baden, Bühl, Rastatt, Gaggenau, Ettlingen, Rheinstetten, Bretten, Bruchsal und Stutensee setzen seit Jahren ein starkes Zeichen für gelingende Digitalisierung in der Verwaltung. Unter dem Titel re@di (regional.digital) hat sich eine innovative Form der Zusammenarbeit etabliert, die neue Maßstäbe für kommunale Kooperation und digitale Transformation setzt.
re@di: Netzwerk statt klassischer Organisation
Im Unterschied zu vielen klassischen Zusammenarbeitsformen ist re@di keine formale Organisation mit eigenem Hauptsitz, Budget oder festen Personalstellen. Stattdessen basiert das Erfolgsmodell auf gegenseitigem Vertrauen, Neugier und der Überzeugung, dass Digitalisierung nur gemeinsam gelingen kann. Die beteiligten Städte teilen Wissen, entwickeln Lösungen und unterstützen sich gegenseitig bei der Umsetzung anspruchsvoller digitaler Projekte.
Sechs Jahre gemeinsamer Fortschritt
Beim 34. Fachgruppentreffen in Bruchsal verabschiedeten die Kommunen den re@di-Geschäftsbericht 2025. Das Dokument zieht eine Bilanz von sechs Jahren produktiver Zusammenarbeit, in denen zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt und innovative Pilotprojekte gestartet wurden. Die Erfahrungen und Erkenntnisse belegen, wie sehr Kooperation als praxiserprobtes Modell interkommunaler Zusammenarbeit funktioniert.
Erfolgreiche Projekte und Auszeichnungen
Zu den konkreten Erfolgen des re@di-Netzwerks zählen die Entwicklung einer gemeinsamen Engagement-Plattform, die Förderung der Bürgerbeteiligung, innovative Lösungen zur Datensouveränität und der Aufbau moderner Sensorik-Infrastrukturen. Zudem wurde ein Transparenzportal etabliert, das für mehr Offenheit in der Verwaltung sorgt.
Die Aktivitäten der Städte finden auch überregional Anerkennung. Auszeichnungen wie der Deutsche Verwaltungspreis 2022, der Staatsanzeiger 2023 und der Public Leadership Award 2024 sind Beleg für den Vorbildcharakter dieser Kooperation.
Strategische Weichenstellung für die Zukunft
Um den anstehenden Herausforderungen der digitalen Transformation optimal zu begegnen, erarbeitet die Stadtverwaltung Baden derzeit mit externer Unterstützung eine eigene Digitalisierungsstrategie mit einem Zeithorizont von fünf Jahren. Kommunalpolitik, Verwaltung und das Wissen der re@di-Kommunen fließen gleichermaßen in diesen Prozess ein.
Innovative Ansätze: Low-Code und KI
Ein besonderer Fokus liegt auf der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen mithilfe von Low-Code-Plattformen sowie dem Einsatz aktueller Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz.
Durch arbeitsteilige Umsetzung und gezielte Zusammenarbeit profitieren nicht nur die Verwaltungen, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Städte von einfacheren und transparenten Abläufen sowie kostengünstigeren Digitalisierungslösungen.
Eine Region auf Zukunftskurs
Mit ihrem Engagement für eine gemeinsame digitale Entwicklung setzen die neun re@di-Städte ein Zeichen für Innovationskraft, Kooperation und zukunftsfähige Verwaltung. Die Zusammenarbeit zeigt, dass Transformation kein Einzelprojekt, sondern eine Teamleistung ist – und dass die digitale Zukunft in der Region Baden aktiv gestaltet wird.
Verantwortliche Akteure
Der aktuelle re@di-Geschäftsbericht wurde von Bürgermeister Dr. Tobias Krammerbauer und Sven Missal, Abteilungsleiter Digitalisierung, vorgestellt. Beide begrüßen ausdrücklich die Erfolge und Perspektiven der interkommunalen Kooperation.
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