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Neun Städte setzen neue Maßstäbe in der digitalen Verwaltung

Das Netzwerk re@di entwickelt innovative Projekte und treibt Digitalisierung mit Low-Code und KI voran

Von Redaktion Baden-Baden28.11.25, 13:53

In diesem Artikel

DT
Dr. Tobias Krammerbauer

Die neun Städte Baden, Bühl, Rastatt, Gaggenau, Ettlingen, Rheinstetten, Bretten, Bruchsal und Stutensee setzen seit Jahren ein starkes Zeichen für gelingende Digitalisierung in der Verwaltung. Unter dem Titel re@di (regional.digital) hat sich eine innovative Form der Zusammenarbeit etabliert, die neue Maßstäbe für kommunale Kooperation und digitale Transformation setzt.

re@di: Netzwerk statt klassischer Organisation

Im Unterschied zu vielen klassischen Zusammenarbeitsformen ist re@di keine formale Organisation mit eigenem Hauptsitz, Budget oder festen Personalstellen. Stattdessen basiert das Erfolgsmodell auf gegenseitigem Vertrauen, Neugier und der Überzeugung, dass Digitalisierung nur gemeinsam gelingen kann. Die beteiligten Städte teilen Wissen, entwickeln Lösungen und unterstützen sich gegenseitig bei der Umsetzung anspruchsvoller digitaler Projekte.

Sechs Jahre gemeinsamer Fortschritt

Beim 34. Fachgruppentreffen in Bruchsal verabschiedeten die Kommunen den re@di-Geschäftsbericht 2025. Das Dokument zieht eine Bilanz von sechs Jahren produktiver Zusammenarbeit, in denen zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt und innovative Pilotprojekte gestartet wurden. Die Erfahrungen und Erkenntnisse belegen, wie sehr Kooperation als praxiserprobtes Modell interkommunaler Zusammenarbeit funktioniert.

re@di-Geschäftsbericht 2025

Weitere Informationen und Geschäftsbericht online abrufbar

http://www.readi.de

Erfolgreiche Projekte und Auszeichnungen

Zu den konkreten Erfolgen des re@di-Netzwerks zählen die Entwicklung einer gemeinsamen Engagement-Plattform, die Förderung der Bürgerbeteiligung, innovative Lösungen zur Datensouveränität und der Aufbau moderner Sensorik-Infrastrukturen. Zudem wurde ein Transparenzportal etabliert, das für mehr Offenheit in der Verwaltung sorgt.

Die Aktivitäten der Städte finden auch überregional Anerkennung. Auszeichnungen wie der Deutsche Verwaltungspreis 2022, der Staatsanzeiger 2023 und der Public Leadership Award 2024 sind Beleg für den Vorbildcharakter dieser Kooperation.

Strategische Weichenstellung für die Zukunft

Um den anstehenden Herausforderungen der digitalen Transformation optimal zu begegnen, erarbeitet die Stadtverwaltung Baden derzeit mit externer Unterstützung eine eigene Digitalisierungsstrategie mit einem Zeithorizont von fünf Jahren. Kommunalpolitik, Verwaltung und das Wissen der re@di-Kommunen fließen gleichermaßen in diesen Prozess ein.

Innovative Ansätze: Low-Code und KI

Ein besonderer Fokus liegt auf der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen mithilfe von Low-Code-Plattformen sowie dem Einsatz aktueller Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz.

Kurz erklärtLow-Code-Plattform

Eine Low-Code-Plattform ist eine Softwareumgebung, die es ermöglicht, Anwendungen mit minimalem Programmieraufwand zu erstellen. Dadurch können auch Personen ohne tiefergehende Programmierkenntnisse digitale Prozesse gestalten und anpassen.

Kurz erklärtDatensouveränität

Datensouveränität beschreibt die Kontrolle von Individuen oder Organisationen über ihre eigenen Daten, etwa wer darauf zugreifen darf und zu welchem Zweck sie verwendet werden.

Kurz erklärtSensorik-Infrastruktur

Eine Sensorik-Infrastruktur bezeichnet ein Netzwerk von Sensoren, die verschiedene Daten – zum Beispiel zu Umwelt, Verkehr oder Energie – erfassen und zur Analyse bereitstellen.

Durch arbeitsteilige Umsetzung und gezielte Zusammenarbeit profitieren nicht nur die Verwaltungen, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Städte von einfacheren und transparenten Abläufen sowie kostengünstigeren Digitalisierungslösungen.

Eine Region auf Zukunftskurs

Mit ihrem Engagement für eine gemeinsame digitale Entwicklung setzen die neun re@di-Städte ein Zeichen für Innovationskraft, Kooperation und zukunftsfähige Verwaltung. Die Zusammenarbeit zeigt, dass Transformation kein Einzelprojekt, sondern eine Teamleistung ist – und dass die digitale Zukunft in der Region Baden aktiv gestaltet wird.

Verantwortliche Akteure

Der aktuelle re@di-Geschäftsbericht wurde von Bürgermeister Dr. Tobias Krammerbauer und Sven Missal, Abteilungsleiter Digitalisierung, vorgestellt. Beide begrüßen ausdrücklich die Erfolge und Perspektiven der interkommunalen Kooperation.

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