Theaterabend zum Thema Demenz in Baden-Baden
Interaktive Aufführung „Der 52. Hochzeitstag“ fördert Verständnis und Austausch im Umgang mit Demenz

Im Rahmen der städtischen Demenzkampagne lädt der Pflegestützpunkt zusammen mit der Schumann- und Alzheimer-Gesellschaft zu einem besonderen Theatererlebnis ein: Am 23. Oktober findet die Aufführung des interaktiven Stücks „Der 52. Hochzeitstag“ in der Pflegefachschule der Robert-Schumann-Schule in Baden-Baden statt. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten und setzt einen Schwerpunkt auf den Umgang mit Demenz im familiären Alltag.
Theater und Demenz: Ein sensibles Thema im Fokus
Das Theaterstück „Der 52. Hochzeitstag“, präsentiert vom Verein „Dialog – Theater anders er-Leben“ aus Stuttgart, nutzt die Ausdruckskraft des Theaters, um das Verständnis für Menschen mit Demenz zu vertiefen. Ziel ist es, neue Impulse für eine gelingende Kommunikation im Alltag zu geben und Berührungsängste abzubauen.
Im Mittelpunkt steht eine bewegende Alltagsszene: Dr. Hubert Schreiner, ehemals Geschäftsführer, lebt mit einer Demenzerkrankung. Seine Frau versucht, die Herausforderungen dieser Situation zu meistern und vor anderen zu verbergen. Unterstützung findet sie bei der Pflegerin Gabriela. Zum 52. Hochzeitstag lädt Gerda, die Ehefrau, ihre beiden Kinder ein – mit dem Wunsch, gemeinsam zu feiern und alte Spannungen zu lösen. Im Familienkreis treten jedoch lang unterdrückte Konflikte offen zutage.
Interaktives Konzept: Zuschauer werden Teil des Geschehens
Das Besondere an diesem Theaterabend: Nach der Aufführung werden die Zuschauerinnen und Zuschauer aktiv eingebunden. Unter Anleitung der Schauspielenden können sie eigene Ideen und Lösungsansätze zu den dargestellten Konflikten vorschlagen. Dieses Format soll die Reflexion fördern und dazu anregen, den Alltag von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen bewusster wahrzunehmen.
Praktische Informationen und Ansprechpartnerin
Mit diesem innovativen Veranstaltungsformat setzt die städtische Demenzkampagne erneut ein Zeichen für mehr Offenheit und gegenseitiges Verständnis. Alle Interessierten sind eingeladen, teilzunehmen und sich vor Ort aktiv mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen.
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