Verschollenes Epitaph aus Kloster Fremersberg wiederentdeckt
1606 gefertigte Gedenktafel zu Ehren Michael Reinlins wird im Stadtmuseum Baden ausgestellt

Die Stadt Baden konnte kürzlich einen bedeutenden Zugewinn für ihre Historische Sammlung verbuchen. Das Stadtmuseum erhielt eine kunstvoll gearbeitete Gedenktafel, die zuvor als verschollen galt und ursprünglich aus dem ehemaligen Kloster Fremersberg stammt. Die Tafel, ein Epitaph zu Ehren des Straßburger Stiftsherrn Michael Reinlin, wurde im Nachlass von Maria-Theresia Schmidt entdeckt und befand sich zuletzt in einem Privathaus in Sinzheim.
Wiederentdeckung eines historischen Kunstwerks
Die Existenz des Epitaphs war bislang lediglich über eine schriftliche Überlieferung aus dem 18. Jahrhundert belegt. Nach dem Verkauf und Abriss der Klostergebäude im Jahr 1826 gingen zahlreiche Ausstattungsstücke des Klosters verloren oder wurden in der Region verteilt. Das Schicksal des Epitaphs blieb fast ein Jahrhundert lang unbekannt, bis es nun wieder aufgefunden wurde.
Bei der Übergabe an das Stadtmuseum wurde die Gedenktafel demontiert. Hinter ihr kam eine Zeitkapsel mit Zeitungsausschnitten zum Vorschein, die belegen, dass die Tafel bereits 1922 entfernt wurde.
Kunsthistorische Details des Epitaphs
Die Gedenktafel, entstanden im Jahr 1606, weist eine beeindruckende Ausarbeitung auf. Sie enthält eine lateinische Inschrift zu Ehren von Michael Reinlin und zeigt in einem Relief die Kreuzigungsszene. Besonderheit: Der Stifter kniet betend vor dem Gekreuzigten, flankiert von Erzengel Michael und dem Apostel Petrus.
Die historische Bedeutung des Epitaphs ist groß, da heute kaum noch Erinnerungsstücke an das einstige Kloster Fremersberg existieren. Ein weiteres erhaltenes Objekt ist ein Ölgemälde, das ebenfalls im Stadtmuseum Baden ausgestellt wird.
Zukünftige Ausstellung und Bedeutung für die Stadt
Das Epitaph befindet sich derzeit im Depot des Stadtmuseums. Ziel ist es, das Kunstwerk künftig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so die Erinnerung an das Kloster Fremersberg zu bewahren. Die Stadt Baden hebt die Bereicherung ihrer Sammlung hervor und lädt Interessierte schon jetzt ein, das Epitaph zukünftig im Stadtmuseum selbst zu besichtigen.
Mit diesem Fund gewinnt die städtische Sammlung ein außergewöhnliches Zeugnis vergangener Zeiten hinzu. Die öffentliche Präsentation im Stadtmuseum wird mit Spannung erwartet und verspricht neue Einblicke in die Geschichte Badens und des Klosters Fremersberg.
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