Winterdienst startet: Stadt macht sich bereit
Über 700 Straßenabschnitte werden geräumt – Stadt setzt auf Priorität bei Hauptverkehrsstraßen und bittet Anwohner um Unterstützung

Mit dem nahenden Winterbeginn laufen die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit in der Stadt auf Hochtouren. Die Stadtverwaltung hat sich für die Winterdienstsaison, die von Anfang November bis Ende März dauert, umfassend gerüstet. Der Baubetriebshof sorgt dafür, dass mehr als 700 Straßen im Stadtgebiet zuverlässig geräumt und gestreut werden können – eine logistische Meisterleistung.
Umfangreicher Winterdiensteinsatz in der Stadt
Der Winterdienst betrifft insgesamt 360 Streckenkilometer. Besonders herausfordernde Bereiche liegen auf Höhen bis zu 900 Metern, wie etwa auf der B500 in Richtung Bühlertal-Sand. Anspruchsvolle Strecken stellen zudem die Schloßbergtangente, Rotenbachtalstraße, Klosterschänke sowie die engen Altstadtgassen dar.
Auch die Organisation ist ausgeklügelt: Der jährliche Räum- und Streuplan wird ständig optimiert. Das Personal arbeitet in Rufbereitschaft, Einsätze werden für die Zeit zwischen 4:30 Uhr und 21 Uhr eingeplant – je nach aktueller Wetterprognose.
Effiziente Touren und Prioritäten im Winterdienst
Die verschiedenen Straßenabschnitte sind nach Wichtigkeit eingestuft:
Für maschinellen Winterdienst sind 50 festgelegte Fahrtouren mit Zwei-Besatzung pro Fahrzeug vorgesehen. Zusätzlich übernehmen drei- bis vierköpfige Kolonnen auf 19 Handstreutouren die manuelle Räumung und Streuung.
Rechtliche Grundlagen: Wer muss wo streuen?
Nach der aktuellen Rechtsprechung besteht keine generelle Streupflicht auf allen Straßen und Plätzen. Die Verpflichtung gilt ausschließlich für verkehrswichtige und gefährliche Orte innerhalb geschlossener Ortschaften – beide Bedingungen müssen gleichzeitig zutreffen. Eine Ausnahme stellt die Verpflichtung für klassifizierte Straßen dar: Sie müssen stets geräumt und gestreut werden, unabhängig vom Verkehrsaufkommen.
Die Streupflicht endet offiziell im Stadtgebiet mit dem Berufsverkehr zwischen 20 und 21 Uhr. In Ausnahmefällen können Feuerwehr und Polizei aber auch nachts Streufahrzeuge anfordern.
Empfehlungen für Verkehrsteilnehmer
Die Stadt rät allen Autofahrern, spätestens jetzt auf Winterreifen zu wechseln und Schneeketten bereitzulegen. Obwohl es in Deutschland keine allgemeine Winterreifenpflicht gibt, drohen Bußgelder und Versicherungsverlust bei Fahrten mit Sommerreifen unter winterlichen Bedingungen. Bei starken Schneefällen ist es außerdem möglich, dass einzelne Straßen nicht sofort zugänglich sind – besonders Fahrer mit Sommerreifen sollten dann auf die Busse der städtischen Verkehrsbetriebe umsteigen.
Mit diesen Maßnahmen möchte die Stadt die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bestmöglich gewährleisten und bittet um gegenseitige Rücksichtnahme – insbesondere darauf, den Winterdienst nicht zu behindern.
Blick auf den Stadtkreis: Bilder aus dem Winterdienst
Fazit
Mit einer vorausschauenden Planung, ausreichend Personal und moderner Ausrüstung sieht sich die Stadtverwaltung bestens vorbereitet für die Herausforderungen der bevorstehenden Wintermonate. Die Bevölkerung ist aufgerufen, die Hinweise zu beachten und so ihren Teil zur Verkehrssicherheit beizutragen.
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