Asiatische Hornisse breitet sich aus – was Sie jetzt wissen müssen

Frühe Nestentdeckung und Meldung sind entscheidend, um die invasive Art in Deutschland einzudämmen

Von Redaktion Kehl

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Im Herbst fallen sie besonders ins Auge: die großen, bis zu 15 Kilogramm schweren Nester der Asiatischen Hornisse, die durch das lichter werdende Laub freigelegt werden. Die invasive Hornissenart, ursprünglich aus Südostasien, breitet sich zunehmend auch in Deutschland aus. Ihre Nester beherbergen Tausende Tiere, darunter zahlreiche künftige Königinnen. Die frühzeitige Entdeckung und Beseitigung der Nester ist entscheidend, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Frühe Entdeckung und effektive Bekämpfung

Bereits im Frühjahr bauen Asiatische Hornissen sogenannte Gründungsnester – meist an geschützten Orten wie Garagen, Dachvorsprüngen oder Carports. Diese kleinen Nester erinnern an Eistüten. Wer ein solches Nest entdeckt, sollte unverzüglich den Grundstücks- oder Gebäudeeigentümer informieren. Experten betonen, dass die Entfernung dieser frühen Nester inklusive Königin besonders wirkungsvoll ist, um das Wachstum der Hornissenpopulation einzudämmen.

Ist das erste Hornissenvolk gewachsen, suchen die Tiere Standorte für größere Filialnester, die meist mehr als zehn Meter hoch in Baumkronen entstehen. Es wurden jedoch auch Nester unter Bienenkästen oder Gullydeckeln gefunden. Aus einem solchen Sekundärnest können bis zu 350 neue Königinnen schlüpfen – ein signifikanter Beitrag zur weiteren Ausbreitung der Art.

Wie erkennt man die Asiatische Hornisse?

Die Asiatische Hornisse unterscheidet sich von einheimischen Arten durch ihre dunklere Körperfärbung, ihren orangefarbenen Kopf und die gelben Beinenden. Laut Naturschutzbund NABU besteht allerdings Verwechslungsgefahr mit der Riesenholzwespe. Deshalb sollten strittige Fälle gemeldet werden.

Meldungen laufen über eine spezielle Plattform des Landesumweltministeriums Baden-Württemberg. Für eine genaue Bestimmung sind folgende Angaben notwendig:

  • Fundort
  • Funddatum
  • Ein Foto zur Bestimmung
  • Kontaktdaten, insbesondere eine E-Mail-Adresse für Rückfragen
  • title="Meldeplattform des Landesumweltministeriums Baden-Württemberg"

    url="https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse-melden"

    />

    title="Fachteam Velutina, Universität Hohenheim"

    subtitle="Fragen zu Hornissenfunden"

    email="[email protected]"

    />

    Rechtliches und Zuständigkeiten

    Das Bundesumweltministerium hat die Asiatische Hornisse im März 2025 als etablierte Art eingestuft. Für Privatgrundstücke bedeutet das: Die Eigentümerinnen und Eigentümer entscheiden selbst über die Entfernung und tragen die Kosten. Die Stadt Kehl übernimmt die Beseitigung auf öffentlichen Flächen und an städtischen Gebäuden, insbesondere bei Gefahr durch die Hornissen.

    Wer ein Nest auf privatem Grund entdeckt, sollte sich an den jeweiligen Eigentümer wenden und gegebenenfalls die Beseitigung veranlassen. Auf öffentlichen Flächen ist die Stadt verantwortlich.

    Frühzeitige Meldung wichtig

    Die Behörden rufen dazu auf, verdächtige Nester und Sichtungen der Asiatischen Hornisse möglichst frühzeitig zu melden. So lässt sich eine weitere Ausbreitung der invasiven Art am wirksamsten eindämmen.

    Quellen

    • Naturschutzbund NABU
    • Landesumweltministerium Baden-Württemberg
    • Bundesumweltministerium
    • Universität Hohenheim, Fachteam Velutina
    • Eigene Anzeige

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