Freibad Kehl-Auenheim: Besucherzahlen sinken deutlich

Kühles Wetter und Personalengpässe prägen die Saison 2025 – Stadt plant Bädersatzung-Überarbeitung

Von Redaktion Kehl
Freibad Kehl-Auenheim: Besucherzahlen sinken deutlich
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Die Stadt Kehl zieht Bilanz zur vergangenen Freibadsaison in Auenheim. Das Ergebnis ist deutlich: Ein Besucherrückgang prägte die Monate zwischen Mai und September 2025. Während das Freibad im Vorjahr noch 79.104 Gäste zählte, waren es in dieser Saison mit 53.995 deutlich weniger. Dennoch zeigen sich verschiedene Entwicklungen im Detail.

Entwicklung der Besucherzahlen und Saisonstart

Der Saisonauftakt verlief zunächst vielversprechend: Bereits am 1. Mai erlebte das Freibad mit 1.500 Gästen einen regen Zulauf. Auch der Mai überzeugte mit sommerlichen Temperaturen und hoher Besucherfrequenz. Während der Juni von idealem Badewetter profitierte, stiegen die Besucherzahlen auf mehr als das Doppelte des Vorjahresmonats – insgesamt 21.163 Personen wurden gezählt. „An zwei Tagen haben wir sogar unser Besucherlimit erreicht“, erinnerte sich Claude Woitschitzky, Leiter des Geschäftsbereichs Bäder bei den Technischen Diensten Kehl.

Ein Grund für den hohen Andrang zu Saisonbeginn lag auch darin, dass die Sommerferien in Baden-Württemberg und Frankreich erst im Juli starteten und somit viele freie Badetage mit heißem Wetter zusammenfielen.

Wetterumschwung und Rückgang im Sommer

Im Juli änderte sich die Situation: Kühles und regnerisches Wetter führte zu deutlich weniger Badegästen. Die Zahlen fielen im Vergleich zum Vorjahresmonat markant: Statt rund 500 pro Tag kamen insgesamt 10.578 Besucher. Für Claude Woitschitzky ist das Wetter der ausschlaggebende Faktor für den Rückgang.

Im August blieb das Besucheraufkommen gering – mit 12.415 Gästen kamen nur halb so viele Menschen wie noch im August des Vorjahres. Im September erreichte die Statistik gerade einmal ein Viertel des Vorjahreswerts: 2.549 Besucher fanden den Weg ins Freibad.

Verkauf von Saisonkarten und Veränderungen im Ticketverkauf

Im Gegensatz zum allgemeinen Trend stieg die Nachfrage nach Saisonkarten: 1.587 Dauerkarten wurden verkauft, 240 mehr als im Vorjahr. Ein Meilenstein stellte die Umstellung des Ticketverkaufs dar. Auf Beschluss des Gemeinderats können Eintrittskarten seit Ende der Saison – mit wenigen Ausnahmen, etwa für Rentnerinnen, Rentner und Menschen mit Beeinträchtigungen – nur noch über den Webshop erworben werden.

Personalengpässe und Sicherheitsmaßnahmen

Die Personalsituation bei den Technischen Diensten Kehl spitzte sich zu, insbesondere fehlten Fachkräfte wie Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer. Aus diesem Grund wurde ab dem Monatswechsel ein Schließtag am Montag eingeführt, um den Betrieb weiterhin sicherstellen zu können.

Vor den Pfingstferien kam es zu zwei Polizeieinsätzen: Mehrere Besucher hielten sich nicht an die Baderegeln, sodass an einem besonders kritischen Tag ein Besucherstopp verhängt werden musste. Laut Claude Woitschitzky wurde es nach der Einstellung des Direktverkaufs deutlich ruhiger auf dem Gelände.

Anhaltende Nachfrage nach Kursangeboten und Schulengagement

Trotz des Besucherrekordrückgangs blieben einige Angebote populär. Die Wassergymnastik erfreute sich großer Beliebtheit und zog selbst bei Regenwetter 25 bis 30 Teilnehmende an. Auch Schulen nutzten das Freibad für den Schwimmunterricht – zur Freude der Betriebsleitung.

Blick in die Zukunft

Mit dem Saisonende beginnt für das Freibad Auenheim die Winterpause. Die Stadt Kehl nutzt diese Zeit, um die Bädersatzung zu überarbeiten. Dabei wird auch die Regelung zur erlaubten Badekleidung auf den Prüfstand gestellt.

Die Freibadsaison 2025 brachte viele Herausforderungen und Veränderungen, bietet aber auch Chancen für kommende Jahre. Die Entwicklung bleibt spannend – für Besucher ebenso wie für die Verantwortlichen der Stadt Kehl.

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Bild zum Beitrag© Redaktion Kehl
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