Kehl rüstet 1100 Straßenleuchten auf LED-Technik um

Die Umrüstung kostet rund 580.000 Euro und wird zu 25 Prozent durch die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert.

Von Redaktion Kehl
(von links) Pascal Ossott (Elektromeister, beim E-Werk Mittelbaden für Kehl zuständig), Lothar Baier (Leiter für Arbeitssicherheit und Straßenbeleuchtung beim E-Werk Mittelbaden), Erster Beigeordneter Thomas Wuttke, Tiefbauleiterin Susanne Fach, Goldscheuers Ortsvorsteher Heinz Rith und Annika Natterer (Tiefbau Stadt Kehl)
(von links) Pascal Ossott (Elektromeister, beim E-Werk Mittelbaden für Kehl zuständig), Lothar Baier (Leiter für Arbeitssicherheit und Straßenbeleuchtung beim E-Werk Mittelbaden), Erster Beigeordneter Thomas Wuttke, Tiefbauleiterin Susanne Fach, Goldscheuers Ortsvorsteher Heinz Rith und Annika Natterer (Tiefbau Stadt Kehl)© Stadt Kehl | Norman Mummert

Die Stadt Kehl lässt derzeit 1100 Straßenleuchten durch das E-Werk Mittelbaden auf moderne LED-Technik umrüsten. Nach Angaben der Stadt sind die neuen Leuchten energiesparender, wartungsärmer und insektenfreundlicher als die bisherigen Natriumdampfleuchten.

Mit der laufenden Modernisierung steigt der Anteil der LED-Leuchten im öffentlichen Beleuchtungsnetz auf 82 Prozent. Von insgesamt 6046 Straßenlaternen in der Kernstadt und den umliegenden Ortschaften nutzen nach Angaben der Stadt bislang 3826 bereits die sparsame Technik. Künftig wird damit nur noch etwa jede fünfte Straßenlaterne keine Leuchtdioden verwenden.

Kosten, Förderung und Energieeinsparung

Die Umrüstung der 1100 weiteren Leuchten kostet laut Stadt etwa 580.000 Euro. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Nationale Klimaschutzinitiative mit einem Fördersatz von 25 Prozent.

Durch die zusätzlichen LED-Leuchten kann die Stadt ihren jährlichen Stromverbrauch in diesem Bereich um rund 162.000 Kilowattstunden senken. Zudem beziffert die Stadt die CO₂-Einsparung durch den Austausch der 1100 alten Leuchten auf 1411 Tonnen.

Längere Lebensdauer und weniger Wartung

Nach Angaben der Stadt haben die überwiegend in den Ortschaften verbauten neuen Leuchten eine prognostizierte Lebensdauer von 100.000 Brennstunden. Die LED-Technik gilt zudem als langlebig und wartungsarm. Wie die Stadt mitteilt, werden derzeit sogar LEDs ausgetauscht, die bereits vor 20 Jahren eingebaut wurden, obwohl ihnen damals eine Lebensdauer von zwölf Jahren vorausgesagt worden war.

Unterschiedliche Lichtfarben für mehr Insektenschutz

Ein weiterer Vorteil der neuen Technik ist aus Sicht der Stadt ihre Insektenfreundlichkeit. Nach Angaben des E-Werks Mittelbaden gilt: Je wärmer der Lichtton, desto weniger Insekten werden angezogen. Deshalb werden die Straßenlaternen in den Außenbereichen der Ortschaften mit einer Lichtfarbe von 2200 Kelvin ausgestattet. Innerhalb der Ortschaften erhalten die umgerüsteten Leuchten dagegen eine Lichtfarbe von 3000 Kelvin.

Verteilung der neuen LED-Leuchten

Die 1100 neuen LED-Leuchten verteilen sich laut Stadt auf folgende Stadtteile und Ortschaften:

  • Kernstadt: 272 Stück
  • Sundheim: 216 Stück
  • Goldscheuer: 185 Stück
  • Bodersweier: 156 Stück
  • Marlen: 133 Stück
  • Auenheim: 77 Stück
  • Neumühl: 24 Stück
  • Kork: 21 Stück
  • Kittersburg: 16 Stück

Defekte Straßenlaternen online melden

Fällt eine Straßenlaterne vorzeitig aus, können Einwohnerinnen und Einwohner dies online über den städtischen Schadensmelder melden. Unter www.kehl.de/schadensmelder lässt sich die defekte Laterne auf einer Stadtkarte auswählen. Bei Bedarf können zusätzliche Informationen ergänzt werden.

Die Meldung geht nach Angaben der Stadt beim städtischen Tiefbau ein und wird an das E-Werk Mittelbaden weitergegeben. In der Regel wird der gemeldete Ausfall einzelner Straßenleuchten innerhalb von drei bis fünf Werktagen behoben.

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