Kehl bekommt neuen Skaterpark

Sanierung und Erweiterung mit großer Halfpipe bis Oktober abgeschlossen

Von Redaktion Kehl
Kehl bekommt neuen Skaterpark
Bild zum Beitrag© Redaktion Kehl

Die Stadt Kehl setzt neue Maßstäbe für jugendgerechte Freizeitgestaltung: Noch vor Ende der Sommerferien haben Mitarbeitende des Betriebshofs mit den Sanierungsarbeiten am Skaterpark beim Haus Jugend begonnen. Besonders im Fokus steht eine neue, beeindruckende Halfpipe, die das Angebot für junge Skaterinnen und Skater in der Region spürbar erweitert.

Vorbereitung und Umsetzung der Bauarbeiten

Seit dem 20. August läuft die erste Bauphase: Der Grund für die neue Rampe wird ausgehoben, um später das massive Fundament zu ermöglichen. Insgesamt entsteht eine sieben Meter breite, zehn Meter lange und 60 Zentimeter tiefe Grube, die zunächst mit einer stabilisierenden Schotterschicht versehen wird. Erst danach kann die Fundamentplatte betoniert werden, damit die spätere Konstruktion sicher steht und keine Absackungen auftreten.

Parallel dazu wurde die bestehende Skateranlage bereits abgeschliffen und neu beschichtet, nachdem eine Spezialfirma aus Nürnberg die Risse und Aufbrüche im Beton beseitigt hatte. Die Arbeiten waren ursprünglich erst nach den Sommerferien geplant, wurden jedoch aufgrund optimaler Wetterbedingungen vorgezogen. Frank Wagner, stellvertretender Leiter des Betriebshofs, erklärt: „Für die Behandlung von Betonoberflächen muss es heiß genug sein. Regen und kühle Temperaturen lassen solche Arbeiten unter freiem Himmel leider nicht zu.“

Die neue Halfpipe: Maße und Montage

Die neue Halfpipe misst sechs Meter in der Breite, neun Meter in der Länge und ist knapp einen Meter hoch. Mit ihrem Gewicht von rund 40 Tonnen stellt sie selbst für stärkste Unwetter eine unerschütterliche Anlage dar – laut Tobias Schnurr vom städtischen Grünflächenmanagement ist eine zusätzliche Befestigung am Boden daher nicht nötig. Die einzelnen Teile der Rampe werden Anfang September angeliefert und mit einem Kran auf die vorbereitete Fläche gesetzt. Abschließend wird die Rampe in das bestehende Wegenetz integriert, wofür auch Asphaltarbeiten anstehen.

Weitere Modernisierungen im Skaterpark

Während die Rampen nach der Sanierung wie neu wirken, offenbart der Asphaltboden sein Alter. Laut Tobias Schnurr ist der Bodenbelag für das Skaten nicht mehr optimal. In weiterer Folge wird dieser ebenfalls abgeschliffen und Unebenheiten beseitigt, damit ein sicheres und angenehmes Fahrgefühl gewährleistet bleibt.

Finanzierung und Bürgerbeteiligung

Die Realisierung der Sanierung erfolgt über das Kernstadtbudget, das seit 2023 von der Stadt Kehl zur Verfügung gestellt wird. Diese finanzielle Unterstützung ermöglicht es, Bürgervorschläge zeitnah und flexibel umzusetzen. Der Jugendgemeinderat hatte am 20. November 2024 beschlossen, etwa 50.000 Euro aus diesem Topf bereitzustellen und damit sowohl die Sanierung als auch die Erweiterung der Anlage zu finanzieren.

Interessierte Gruppen, Vereine und Bürgerinnen sowie Bürger können weiterhin ihre Ideen und Vorschläge zur Stadtentwicklung bequem online einreichen. Nach einer Sammlung aller Eingaben entscheidet der Gemeinderat, welche Projekte umgesetzt werden.

Vorschläge zum Kernstadtbudget einreichenhttps://www.kehl.de/kernstadtbudget

Sperrung und Wiedereröffnung

Bis voraussichtlich 1. Oktober bleibt die Skateranlage beim Haus Jugend gesperrt, da noch Restarbeiten anstehen und die neue Betonbeschichtung austrocknen muss. Ein entsprechendes Hinweisschild klärt die Besucherinnen und Besucher vor Ort auf. Erst nach Abschluss aller Arbeiten dürfen Kinder und Jugendliche die modernisierte Anlage erneut nutzen – dann mit noch mehr Fahrspaß und Sicherheit.

Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen stärkt die Stadt Kehl nicht nur die Freizeitangebote für junge Menschen, sondern zeigt auch, wie Bürgerbeteiligung und zukunftsorientierte Stadtentwicklung Hand in Hand gehen können.

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