Kehl startet große Mobilitätsbefragung

6100 Haushalte sollen das Verkehrsverhalten prüfen, um die Mobilitätsplanung zu verbessern – Ergebnisse im Herbst erwartet

Von Redaktion Kehl

In Kehl ist die groß angelegte Mobilitätsbefragung angelaufen. Seit kurzem liegen die Fragebögen bei ausgewählten Haushalten – insgesamt wurden 6100 zufällig ausgewählte Adressen in der Stadt angeschrieben. Ziel der Aktion: Das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung möglichst genau zu erfassen und die Wirkung bereits umgesetzter Maßnahmen messbar zu machen. Die Stadt Kehl setzt bei der Erhebung auf moderne und bürgerfreundliche Wege – die Teilnahme ist sowohl per klassischem Papier-Fragebogen, als auch online oder telefonisch möglich.

Flexibler Zugang zur Mobilitätsumfrage

Die Einwohnerinnen und Einwohner Kehls haben die Wahl, wie sie an der Befragung teilnehmen möchten. Neben dem klassischen Papierweg steht ein Online-Link bereit, ebenso ist eine telefonische Teilnahme möglich. Auch wenn es durch die Feiertage zu Verzögerungen bei der Zustellung kam und die Unterlagen erst nach dem ersten vorgesehenen Stichtag ankamen, besteht weiterhin an den folgenden Tagen die Möglichkeit, das eigene Mobilitätsverhalten zu protokollieren.

  • Verfügbare Stichtage sind der 8., 13. und 15. Mai.
  • Der Fragebogen ist freiwillig und anonym.
  • Die Teilnahme per Online-Link ist über die bereitgestellte Adresse möglich.
  • Online-Fragebogen Mobilitätsbefragung Kehlhttps://sw01.rogsurvey.de/data/buero-stadtverkehr/HHB_Kehl/

    Inhalte und Fokus der Befragung

    Die Umfrage erfasst das konkrete Mobilitätsverhalten der Teilnehmenden an einem der genannten Stichtage. Der Fragebogen ist standardisiert und fragt verschiedene Aspekte ab:

    • Zurückgelegte Wege und gewählte Verkehrsmittel, etwa zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
    • Besonderer Fokus auf Nahmobilität: Fuß- und Radverkehr werden hervorgehoben, da diese das Leben in der Kommune nachhaltig verbessern können.
    • Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, der im Konzept der Stadt eine umweltfreundliche Rolle spielt.
    • Herausforderungen und mögliche Verbesserungen im Autoverkehr.
    • Entwicklung seit der letzten Befragung

      Die letzte große Mobilitätsbefragung in Kehl liegt bereits über ein Jahrzehnt zurück. Seitdem hat sich in der Stadt viel bewegt:

      • Die Tramlinie D wurde bis nach Straßburg verlängert.
      • Das Schienennetz reicht nun bis zum Rathaus und verbindet Kehl eng mit den Nachbarstädten.
      • Im Jahr 2018 wurde ein umfassendes Mobilitätskonzept verabschiedet.
      • Seit Frühjahr des letzten Jahres sind die ersten Mobilitätsstationen in Betrieb.
      • All diese Entwicklungen sollen in der aktuellen Umfrage sichtbar werden. Die Ergebnisse werden zeigen, inwieweit die Verbesserungen das Alltagsverhalten der Menschen beeinflusst haben.

        Ablauf, Dauer und Auswertung

        Für die Beantwortung des Fragebogens benötigen Einzelpersonen etwa 5 bis 10 Minuten, ein Haushalt mit vier Personen sollte etwa 15 bis 20 Minuten einplanen. Der Datenschutz ist gewährleistet: Die erhobenen Daten werden anonymisiert, Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Häuser sind ausgeschlossen.

        Das auf Mobilitätsplanung spezialisierte Büro stadtVerkehr übernimmt die Auswertung. Mit den Ergebnissen der Erhebung rechnet die Stadt im Herbst.

        Die Verantwortlichen der Stadt Kehl hoffen auf eine hohe Beteiligung, um aussagekräftige, repräsentative Ergebnisse zu erhalten. Diese sollen helfen, die künftige Entwicklung der Mobilität in Kehl weiter an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten.

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