Vereinsarbeit im Fokus: Neue Hilfen und Schulungen in Kehl
Stadt Kehl unterstützt Vereine mit kostenfreien Schulungen, Konzeptlinien und Förderinfos bei aktuellen Herausforderungen wie Sicherheitsvorgaben und Verordnungen

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In Kehl fand am Montagabend das sechste Vereinstreffen statt. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Vereinen der Stadt nutzten die Mensa des Schulzentrums als Austauschplattform mit Oberbürgermeister Wolfram Britz, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Kultur Natascha Kaiser sowie Sandra Gerhardt, die bei der Stadt für Vereinsförderung zuständig ist. Die Veranstaltung bot Raum für einen offenen Dialog, in dem aktuelle Herausforderungen und neue Unterstützungsangebote für Vereine thematisiert wurden.
Versammlungsstättenverordnung sorgt für Gesprächsbedarf
Ein zentrales Thema des Treffens war die Versammlungsstättenverordnung von Baden-Württemberg. Diese regelt die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen für öffentliche Veranstaltungen und hat für zahlreiche Vereinsvorstände weiterhin hohe Relevanz. Besonders im Fokus standen dabei die Pflichten der Veranstalter, die als Betreiber öffentlicher Veranstaltungsstätten fungieren.
Die Vereine sind verpflichtet, eine Veranstaltungsleitung zu benennen, die die Verantwortung für die Sicherheit der Veranstaltung trägt. Im Falle eines Schadens können somit Vereinsvorstände haftbar gemacht werden, was die Dringlichkeit sorgfältiger Planung betont. Die Stadt Kehl möchte die Vereine in dieser Verantwortung nicht alleine lassen und bietet gezielte Unterstützung an.
Schulung für Veranstaltungsleiter – Stadt übernimmt Kosten
Um die Vereine praxisnah zu unterstützen, findet am 24. Mai in der Kulturfabrik Goldscheuer eine spezielle Schulung für Veranstaltungsleitungen statt. Zwei Mitglieder pro Verein können sich hierfür anmelden. Insgesamt stehen 50 Plätze zur Verfügung. Die Kosten trägt die Stadt Kehl. Die Anmeldung ist ab sofort online möglich.
Dreistufiges Konzept für Veranstaltungstechnik
Ein weiteres Anliegen der Vereine war der Einsatz von Fachkräften für Veranstaltungstechnik. Die Unsicherheit bestand darin, ab wann und wie lange eine solche Fachkraft zwingend vor Ort sein muss. Hierzu hat die Stadt ein dreistufiges Konzept entwickelt. Besonderes Augenmerk gilt Veranstaltungen mit mehr als 200 Gästen und zusätzlicher Technik – in diesen Fällen soll die Veranstaltungstechnik bis zum Ende der Veranstaltung anwesend bleiben.
Sandra Gerhardt betonte die Verantwortung der Vereine: „Es geht darum, das Leben bei Veranstaltungen zu schützen.“
Beratung, Information und Fördermöglichkeiten für Vereine
Über die rechtlichen und technischen Aspekte hinaus stand auch das Thema Unterstützung im Mittelpunkt. Die Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) bot Einblicke in Themen wie Versicherungsschutz, Fördermittelakquise und rechtliche Fragen für Vereine. So können Vereine von Schulungen zu Datenschutz, Mitgliedergewinnung, Vereinsrecht und Gemeinnützigkeit profitieren.
Ein weiteres Angebot ist die sogenannte Microförderung: Vereine, die Schnuppertage oder Netzwerktreffen organisieren, um neue Ehrenamtliche zu gewinnen, können gezielt Fördergelder beantragen. Über die DSEE-Förderdatenbank lassen sich bundesweit finanzielle Unterstützungsoptionen recherchieren.
Nächster Termin steht fest
Das offene Format des regelmäßigen Vereinstreffens bereichert die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Vereinen. Der nächste Vereinstermin ist bereits fest eingeplant: Am 20. Oktober wird erneut ein Treffen stattfinden, der genaue Ort wird noch bekanntgegeben.
Mit Angeboten wie der Schulung zur Veranstaltungsleitung, umfassender Beratung sowie Fördermöglichkeiten unterstreicht die Stadt Kehl ihre Unterstützung für das Ehrenamt. Die konsequente Einbindung der Vereinslandschaft in Entscheidungsprozesse bleibt dabei ein zentrales Anliegen.
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