Grundschüler fordern mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Unterzeil: Kinder bringen Vorschläge zu Zebrastreifen und Tempo-30-Zonen ein – Ortsvorsteher reagiert mit konkreten Maßnahmen

Grundschüler fordern mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Bild zum Beitrag© Redaktion Leutkirch im Allgäu

Im Sitzungssaal des Feuerwehrhauses Unterzeil war am Freitag, den 07.11., reges Treiben: Zahlreiche Grundschülerinnen und Grundschüler der Reichenhofener Grundschule versammelten sich gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, um im Rahmen des Kinderbeteiligungsformats „Macht“ ihr Lebensumfeld zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen. Die Veranstaltung, die von der Stadt Leutkirch im Allgäu organisiert wurde, richtete sich gezielt an junge Menschen, damit diese Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Ortschaft liefern können.

Junge Stimmen für mehr Verkehrssicherheit

Begleitet von Lehrer Johannes Hilebrand und weiteren pädagogischen Fachkräften äußerten die Kinder, was für sie die zentralen Säulen ihres Alltags sind: Familie, Freunde, Hobbys, Haustiere und die Natur. In der Diskussion wurde jedoch bald klar, dass ein Thema viele beschäftigt: Die Sicherheit im Straßenverkehr. Insbesondere der Autoverkehr stand im Zentrum der Wünsche und Anliegen.

  • Mehr Zebrastreifen für sicheres Überqueren
  • Konsequentere Einhaltung der 30er-Zonen
  • Blitzer zur Kontrolle von Geschwindigkeiten
  • Die Kinder machten deutlich, dass sie sich zwar grundsätzlich wohlfühlen, aber bei der Verkehrssicherheit Verbesserungsbedarf sehen. Diese Akzente fanden Resonanz bei den anwesenden Verantwortlichen.

    Reaktionen und Zusagen der Ortsverwaltung

    Ortsvorsteher Helmut Kornjak stellte sich den Anliegen der Kinder. Er erklärte die Hintergründe zur Arbeit der Ortschaftsverwaltung, zur Bedeutung ehrenamtlichen Engagements im Gemeinderat und informierte über aktuelle Maßnahmen, wie etwa die Fällung von Bäumen nahe des Kindergartens. Besonders nahm er die Vorschläge zur Verkehrsberuhigung ernst und kündigte an, die gewünschten Straßen für den Einsatz eines mobilen Blitzers vorzuschlagen.

    Darüber hinaus wurde als konkreter Schritt die Anschaffung eines Wasserspenders für das Feuerwehrhaus bekannt gegeben – ein weiteres Ergebnis der Beteiligung der Kinder.

    Diskussionskultur und demokratische Teilhabe

    Die Kinder überzeugten während der gesamten Veranstaltung durch respektvolle und aufmerksame Diskussionsbeiträge. Lehrer Johannes Hilebrand betonte, dass die Schülerinnen und Schüler diese Kultur bereits aus dem schulischen Umfeld kennen.

    Das Format „Macht“ fördert Demokratieverständnis

    Das Kinderbeteiligungsformat „Macht“ wandert regelmäßig durch die Ortschaften und Schulen der Gemeinde. Ziel ist es, jungen Menschen demokratische Prozesse erlebbar zu machen und ihnen Einblicke in kommunale Entscheidungswege zu geben. Die Anliegen der Kinder werden ernst genommen und aktiv in die Weiterentwicklung der Ortschaften eingebracht.

    Gemeinsam für ein besseres Lebensumfeld

    Schulleiter Daniel Tremp, Ortsvorsteher Helmut Kornjak und die städtische Kinder-, Jugend- und Familienbeauftragte Maria Hönig begleiteten die engagierte Schülerschaft und unterstrichen die Bedeutung solcher Beteiligungsprojekte für die Gemeindeentwicklung.

    Am Ende des Nachmittags gingen alle Beteiligten mit neuen Anregungen und Gedanken auseinander – und dem Vorsatz, das Gespräch fortzuführen und kindliche Perspektiven weiterhin fest in die Entwicklung der Ortschaft einzubinden.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: