Deutsch genug? Ein Blick auf Russlanddeutsche in Deutschland

Lesung und Diskussion mit Ira Peter am 10. November im Reuchlinhaus Pforzheim

Deutsch genug? Ein Blick auf Russlanddeutsche in Deutschland
Bild zum Beitrag© Redaktion Pforzheim

Am 10. November 2025 findet im Salon der Kulturen im Reuchlinhaus, Pforzheim, eine besondere Veranstaltung statt: Die Stadt Pforzheim und der Internationale Beirat Kunstverein laden zu einer Lesung mit anschließender Diskussion mit der Journalistin Ira Peter ein. Im Mittelpunkt steht ihr Buch „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“.

Ein Abend rund um Migration und Identität

Ab 18.30 Uhr können Interessierte an der Lesung teilnehmen, bei der Ira Peter zentrale Passagen ihres Buches vorstellt. Im Werk widmet sich die Autorin den Erfahrungen von rund 2,5 Millionen (Spät-)Aussiedlern und beleuchtet dabei Themen wie Migration, Identität und Integration. Durch persönliche Geschichten und gesellschaftliche Analysen spannt sie einen Bogen von individuellen Gefühlen der Scham über die sowjetische Migrationsgeschichte bis hin zu den Folgen einer nicht optimal verlaufenen Integrationspolitik.

Im Rahmen der Lesung nimmt Ira Peter das Publikum mit auf Spurensuche. Ziel ist es, Missverständnisse aufzuklären und neue Perspektiven im Umgang mit russlanddeutscher Geschichte und Identität zu eröffnen.

Diskussion und Austausch im Anschluss

Nach etwa einer Stunde Lesung folgt eine offene Diskussion. Neben Ira Peter beteiligen sich weitere Gäste aus der Community, um gemeinsam mit dem Publikum über die im Buch angesprochenen Themen zu sprechen. Der Abend bietet Gelegenheit, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und über Herausforderungen der Integration zu debattieren.

Im Anschluss lädt ein gemeinsames Come-Together mit Häppchen und Getränken zum ungezwungenen Austausch ein. Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Debatten rund um Migration und Zugehörigkeit bietet die Veranstaltung Raum für einen offenen Dialog.

Ira Peter – Stimme einer Community

Ira Peter wurde 1983 in der damaligen Sowjetrepublik Kasachstan geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sie arbeitet heute als freie Journalistin für renommierte Medien wie Zeit Online, FAZ, Frankfurter Rundschau und SWR Radio. Seit 2017 setzt sie sich in ihrem mehrfach ausgezeichneten Podcast „Steppenkinder“ intensiv mit russlanddeutschen Themen auseinander. Mit ihrem Buch „Deutsch genug?“ legt sie nun erstmals ein umfassendes Werk vor, das gesellschaftliche Debatten anstoßen möchte.

Der neue Salon der Kulturen

Die Veranstaltung markiert gleichzeitig die erste Nutzung des neuen Salons der Kulturen für ein Projekt des Internationalen Beirates. Der vom Kunstverein Pforzheim betriebene Ort soll zukünftig dauerhaft Raum für inklusive Kunstprojekte und Begegnungen bieten. Ziel ist es, kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Anmeldung zur Lesung und Diskussion mit Ira Peterhttps://eveeno.com/lesungirapeterpforzheim

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung wird jedoch erbeten. Die Veranstaltung bietet allen Interessierten eine Gelegenheit, mehr über die Perspektiven russlanddeutscher Menschen zu erfahren und mitzudiskutieren, was 'deutsch genug' heute eigentlich bedeutet.

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