Gesellschaft braucht Empathie: Neuer Dialog in Pforzheim
Stadt und Kirche diskutieren erstmals im neuen Format über psychische Widerstandskraft und Gemeinschaft

Unter dem Motto "Gesellschaft braucht Empathie" wurde die traditionsreiche Begegnung Stadt-Kirche in Pforzheim erstmals in einem weiterentwickelten Format veranstaltet. Am Freitag, 10. Oktober, kamen Vertreter der Evangelischen und Katholischen Kirche, der Stadt Pforzheim sowie weitere Interessierte zusammen, um sich über gesellschaftliche Herausforderungen und das verbindende Element der Empathie auszutauschen.
Ein neues Format für den offenen Austausch
Die diesjährige Begegnung Stadt-Kirche setzte auf einen offenen und dialogorientierten Rahmen, der den Austausch zu den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in den Fokus stellte. Im Mittelpunkt stand das Thema Empathie und deren Bedeutung in der Gesellschaft.
Oberbürgermeister Peter Boch betonte die Aktualität des Themas vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen: „Früher gab es den Haushalt allein zu Hause zu führen. Noch nie waren so viele Menschen auf Unterstützung in Pflegeheimen angewiesen. Zugleich steigt die Zahl psychischer Erkrankungen seit Jahren spürbar an. Diese Entwicklungen zeigen: Unsere Gesellschaft ist in Bewegung – aber nicht jede dieser Bewegungen ist förderlich. Umso wichtiger ist es, über eine Haltung zu sprechen, die uns als Menschen im Kern zusammenhält.“
Impulsvortrag: Die Kraft der Empathie
Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister leitete Birgit Schwinn von der Akademie für mentale Gesundheit mit einem Impulsvortrag in das Schwerpunktthema Empathie ein. Birgit Schwinn ist Resilienz-Trainerin und Gestalttherapeutin mit über 30 Jahren Managementerfahrung in international agierenden Unternehmen.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Förderung des Miteinanders – insbesondere in Unternehmen und sozialen Einrichtungen. Schwinn betonte dabei die Bedeutung der Gemeinschaft sowie der Selbstverantwortung, um die mentale Gesundheit jedes Einzelnen zu stärken.
Der weitere Verlauf des Abends stand im Zeichen des persönlichen Austauschs bei Fingerfood und Getränken, wodurch Raum für vertiefende Gespräche geschaffen wurde.
Begegnung Stadt-Kirche: Ein etabliertes Format seit 1980
Die Begegnung Stadt-Kirche blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit ihrer Gründung durch den verstorbenen Ersten Bürgermeister Siegbert Frank im Jahr 1980 dient sie als Gesprächsplattform zwischen der Stadtverwaltung sowie der Evangelischen und Katholischen Kirche in Pforzheim. Ziel ist es, den Austausch zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu stärken und aktuelle Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren.
Teilnehmende im Überblick
Empathie als Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt
Der Themenschwerpunkt Empathie traf den Nerv der Zeit: Angesichts wachsender Herausforderungen, wie einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen und zunehmenden psychischen Erkrankungen, wird die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und füreinander Verantwortung zu übernehmen, immer wichtiger.
Die Begegnung Stadt-Kirche unterstreicht die Relevanz gemeinsamer Werte und offener Dialogformate im gesellschaftlichen Wandel.
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