Pforzheim erinnert an Luftangriff vor 81 Jahren

300 Menschen setzen mit Lichtermeer und Musik ein Zeichen für Frieden und Zusammenhalt

Pforzheim erinnert an Luftangriff vor 81 Jahren
Bild zum Beitrag© Redaktion Pforzheim

Am 23. Februar jährte sich der verheerende Luftangriff auf Pforzheim zum 81. Mal. Auch in diesem Jahr gedachten rund 300 Menschen auf dem Marktplatz gemeinsam der Opfer und setzten ein deutliches Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und Erinnerungskultur. Die Veranstaltung zeichnet sich durch stille Würde und symbolstarke Aktionen aus.

Lichtermeer und Projektionen als Zeichen des Gedenkens

Mit hunderten Kerzen, entzündet in der Zeit der damaligen Bombardierung zwischen 19:48 und 20:10 Uhr, verwandelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den oberen Marktplatz in ein friedliches Lichtermeer. Begleitet wurde das stille Gedenken vom Läuten der Pforzheimer Kirchenglocken.

Ein besonderer Akzent wurde durch die Projektionen auf die Fassade des Neuen Rathauses gesetzt: Die Friedenstaube, Bilder Pforzheims und weitere im Krieg zerstörte Städte erinnerten eindrucksvoll an die Schrecken des Krieges und die Bedeutung des Friedens.

Programm und Botschaften des Abends

Der Abend begann mit einer Begrüßung durch Dekanin Christiane Quincke, gefolgt von einem musikalischen Beitrag von Selda Falke und Alexander Wolfinger. Mitglieder des Internationalen Beirats und des Arbeitskreises verlasen anschließend die vom Gemeinderat beschlossene Erklärung zum 23. Februar. Unter dem Motto "Erinnern - Gedenken - Gestalten" wurde die gemeinsame Haltung zum Gedenktag betont und die Aufgabe hervorgehoben, die Vergangenheit verantwortungsvoll in die Gestaltung der Zukunft einfließen zu lassen.

Ansprache von Oberbürgermeister Peter Boch

Oberbürgermeister Peter Boch würdigte die zahlreiche Teilnahme und dankte den Beteiligten für ihr Engagement. Er stellte heraus, dass der Luftangriff von 1945 nicht unvermittelt erfolgte, sondern als Endpunkt einer gesellschaftlichen Entwicklung zu betrachten ist, die in der Weimarer Republik begonnen hatte.

Boch sagte: "Als Teil unserer Stadtgeschichte setzen wir uns mit ihr auseinander. Daraus leiten wir unsere eigene Verantwortung für die Gestaltung einer menschenwürdigen, demokratischen und friedlichen Gesellschaft ab."

Weiter betonte er: "Pforzheim ist eine internationale Stadt, die sich ihrer wechselvollen Geschichte bewusst ist und verantwortungsbewusst damit umgeht." Das sei die Botschaft des Gedenkabends.

Abschluss und digitale Teilhabe

Zum Abschluss der Veranstaltung sprachen Mitglieder des Rats der Religionen den traditionellen interreligiösen Segen. Damit wurde das Gedenken abgerundet und das Signal für ein friedliches Miteinander erneut unterstrichen.

Wer am 81. Jahrestag nicht vor Ort teilnehmen konnte, hat die Möglichkeit, die Aufzeichnung der Veranstaltung online abzurufen.

title="Aufzeichnung der Gedenkveranstaltung zum 23. Februar"

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Das jährliche Gedenken am 23. Februar bleibt damit ein wichtiger Bestandteil der Erinnerungskultur Pforzheims und setzt klare Zeichen für eine friedliche Zukunft.

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