Pforzheim kämpft um Universitätsstatus
Neuer Unterstützerkreis will die Stadt als Standort der 10. Landesuniversität in Baden-Württemberg etablieren

Am vergangenen Samstag fiel im CongressCentrum Pforzheim der Startschuss für eine Initiative, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung haben könnte: Der Unterstützerkreis „Universitätsstadt Pforzheim“ wurde offiziell gegründet. Die Veranstaltung vereinte rund 30 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Handwerk, Politik und Zivilgesellschaft, die gemeinsam ein Ziel verfolgen: Pforzheim als Standort der 10. Landesuniversität in Baden-Württemberg zu etablieren.
Ein starkes Signal aus der Mitte der Stadtgesellschaft
Geladen hatte Oberbürgermeister Peter Boch, der den Gründungsakt unmittelbar vor dem Neujahrsempfang der Stadt im Mittleren Saal des CongressCentrums eröffnete. Boch betonte:
„Wir bringen hervorragende Voraussetzungen mit – eine starke Hochschule, eine lange Bildungs- und Wissenschaftstradition sowie einen breiten Rückhalt in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Mit dem Unterstützerkreis senden wir ein klares Signal: Pforzheim ist bereit, diesen Schritt zu gehen.“
Der neue Unterstützerkreis will nicht weniger als einen überzeugenden Schulterschluss über Gemeinde-, Stadt-, Kreis- und Parteigrenzen hinweg organisieren, um die Bewerbung Pforzheims als Universitätsstandort geschlossen voranzutreiben.
Absichtserklärung markiert Auftakt
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Unterzeichnung der vorbereiteten Absichtserklärung „Pforzheim muss Universitätsstadt werden!“. In der Erklärung heißt es unmissverständlich:
„Pforzheim ist die größte Stadt Baden-Württembergs ohne eigene Universität. Wir, die Unterzeichnenden, wollen das ändern.“
Damit unterstreichen die Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner das Bestreben, Pforzheim nicht nur als Gold- und Reuchlin-Hochschulstadt, sondern auch als Universitätsstadt zu positionieren.
Stärken des Standorts Pforzheim im Fokus
Pforzheim kann bereits heute auf eine der größten und profilstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften im Land verweisen, in der etwa 6.000 Studierende eingeschrieben sind. Hinzu kommt ein enges Netzwerk aus Industrie, Mittelstand und kreativen Branchen, das den Standort zusätzlich stärkt.
Eine eigene Landesuniversität, so die Initiatoren, würde es ermöglichen, auf diesen Erfolgen aufzubauen, Synergien weiter auszubauen und weitere Entwicklungsschritte – wie Promotionsrecht und international sichtbare Grundlagenforschung – zu vollziehen.
Gesellschaftlicher Rückhalt als Schlüsselfaktor
Der Unterstützerkreis betont den großen Rückhalt in allen Teilen der Stadtgesellschaft. Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichsten Bereichen – von Kultur über Wirtschaft bis hin zur Politik – unterstreichen: Das gemeinsame Ziel, Pforzheim zur Universitätsstadt zu entwickeln, wird über Kreis-, Gemeinde- und Parteigrenzen hinweg getragen.
Abschließend heißt es in der Erklärung: „Die Zeit ist reif für die Universitätsstadt Pforzheim.“ Dies unterstreicht den breiten gesellschaftlichen Konsens und das Momentum des Anliegens.
Beteiligung für alle: Online-Plattform gestartet
Direkt nach der Gründung des Unterstützerkreises wurde eine Online-Plattform freigeschaltet. Auf dieser können nun alle Bürgerinnen und Bürger Pforzheims die Absichtserklärung digital unterzeichnen und so ihre Unterstützung für das Projekt bekunden. Damit wird die Möglichkeit geboten, das Bündnis weiter zu stärken und die Stimme der Stadtgesellschaft in den Entscheidungsprozess einzubringen.
Mit dem offiziellen Start des Unterstützerkreises und der breiten Einbindung der Bevölkerung ist eine neue Etappe in Pforzheims Bewerbung als Universitätsstandort eingeläutet. Die kommenden Monate werden zeigen, wie stark die Initiative getragen wird – und wie weit der Weg zur 10. Landesuniversität in Baden-Württemberg führen kann.
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