Pforzheim setzt auf autonomen Kunstrasenroboter

Smart City-Innovation pflegt fünf Sportplätze nachhaltig und klimaneutral

Pforzheim setzt auf autonomen Kunstrasenroboter
Bild zum Beitrag© Redaktion Pforzheim

Die Stadt Pforzheim setzt mit der Einführung eines autonomen Kunstrasenroboters ein weiteres Zeichen im Rahmen ihres Smart City-Projekts. Ziel ist eine nachhaltige, klimaneutrale Pflege der städtischen Sportanlagen. Oberbürgermeister Peter Boch betont: „Im Rahmen unseres Smart City-Projekts klimaneutrale Sportplätze – starkes Zeichen für Nachhaltigkeit.“

Künftige Pflege auf neuem Niveau

Pforzheim reiht sich damit in eine Vorreiterrolle neben Städten wie Ulm und Frankfurt ein. Mit Unterstützung des autonomen Roboters der Firma Sandmaster werden künftig fünf Kunstrasenplätze gepflegt. Jeder Pflegedurchgang dauert etwa dreieinhalb Stunden und soll für widerstandsfähigere, länger bespielbare Spielfelder sorgen.

Die Spielfeldpflege beginnt mit einer kurzen Vermessung der Plätze, nach der die Bahnführung festgelegt und Unebenheiten ausgeglichen werden. Die Steuerung erfolgt komfortabel über den Bordcomputer oder eine App. Dank moderner Bürsten- und Federzinkentechnik wird das Verfüllmaterial aufgelockert, Quarzsand gleichmäßig verteilt und die Kunstrasenfasern aufgerichtet. Damit sollen Verschleißerscheinungen künftig deutlich reduziert werden.

Technische Innovationen für Sicherheit und Nachhaltigkeit

Zu den technischen Highlights zählt die intelligente Sensorik, die Hindernisse auf dem Spielfeld erkennt und den Roboter selbstständig abbremsen lässt. Zusätzlich entfernt ein integrierter Magnet Kleinteile aus Metall, die sowohl für Spieler als auch für den Kunstrasen selbst eine Gefahr darstellen können. Nach jedem Einsatz wird der akkubetriebene Roboter auf dem Betriebshof wieder aufgeladen.

Positive Auswirkungen für Vereine und Umwelt

Philipp Linde, Abteilungsleiter Digitale Verwaltung, unterstreicht den Nutzen: „Der Roboter entlastet, schont Ressourcen und verschafft den Vereinen verlässliche Spielzeiten.“ Die neue Vorgehensweise bedeutet weniger manuelle Eingriffe und somit einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch. Dies verschafft den technischen Diensten mehr Freiraum und den Sportvereinen mehr zuverlässige Spielmöglichkeiten.

Mit dem Gerät „Buky One“ investiert die Stadt gezielt in die Langlebigkeit ihrer Spielfelder und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des kommunalen Sports.

Blick in die Zukunft

Pforzheim demonstriert mit dieser Investition, wie digitale Innovationen und Nachhaltigkeit im Sportbereich sinnvoll kombiniert werden können. Das Smart City-Projekt markiert damit einen weiteren Schritt hin zu modernen, umweltfreundlichen Stadtstrukturen.

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