Pforzheim startet Ehrenamtskarte

Ab 200 Stunden Engagement winken Vergünstigungen bei Kultur, Sport und Bildung

Pforzheim startet Ehrenamtskarte
Bild zum Beitrag© Redaktion Pforzheim

Die Stadt Pforzheim setzt ein deutliches Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und führt als eine der ersten Kommunen im Land die Landesehrenamtskarte Baden-Württemberg ein. Mit dieser neuen Initiative rückt das Ehrenamt noch stärker in den Fokus der öffentlichen Anerkennung und Wertschätzung.

Startschuss für die Landesehrenamtskarte in Pforzheim

Oberbürgermeister Peter Boch unterzeichnete im Beisein von Susanne Wacker, Beauftragte für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt, eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration. Damit wird Pforzheim Teil eines wachsenden Netzwerks von Städten und Landkreisen, die sich für die Förderung ehrenamtlicher Arbeit einsetzen.

„Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gesellschaft – auch gerade in Pforzheim. Mit der Ehrenamtskarte sagen wir: Danke! Sie ist ein Ausdruck unserer Wertschätzung gegenüber den Menschen, die ihre Zeit, Kraft und Leidenschaft für das Gemeinwohl einsetzen“, so Oberbürgermeister Boch.

Vorteile und Voraussetzungen für ehrenamtlich Engagierte

  • Die Landesehrenamtskarte ermöglicht ab Winter Ermäßigungen bei kulturellen, sportlichen und bildungsbezogenen Angeboten – sowohl stadtweit als auch landesweit.
  • Anspruchsberechtigt sind Personen, die mindestens 200 Stunden jährlich in einem anerkannten Ehrenamt tätig sind.
  • Eine pauschale Bescheinigung des jeweiligen Vereins oder der Institution genügt für den Nachweis des Engagements.
  • Die Karte wird auf Antrag von der Stadtverwaltung ausgestellt.
  • Einführung und weitere Schritte

    Nach der erfolgreichen Pilotphase in vier Kommunen wird das Projekt nun ausgeweitet. Die Stadt Pforzheim arbeitet aktuell an einem Zeitplan zur Einführung und strebt die Gewinnung lokaler Akzeptanzstellen an – darunter Kulturinstitutionen, Sporteinrichtungen und Bildungsträger, die Angebote für Karteninhaber bereitstellen wollen.

    Susanne Wacker, Beauftragte für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt, hebt die Bedeutung hervor: „Viele Pforzheimerinnen und Pforzheimer engagieren sich in ihrer Freizeit mit großem Einsatz für ihre Mitmenschen – sei es in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Flüchtlingshilfe oder in Umweltprojekten. Die Einführung der Ehrenamtskarte ist für uns ein logischer und wichtiger Schritt, um dieses Engagement sichtbarer zu machen und zu würdigen.“

    Zur Organisation ist eigens eine Koordinationsstelle ausgeschrieben, die die Einführung und Umsetzung der Landesehrenamtskarte vorantreiben soll.

    Die Finanzierung der Personalkosten wird vom Land Baden-Württemberg mit bis zu 45.600 Euro jährlich unterstützt.

    Informiert bleiben und mitmachen

    Die konkreten Informationen zur Antragstellung und zum offiziellen Starttermin in Pforzheim werden zeitnah veröffentlicht. Ziel ist es, möglichst viele Freiwillige zu erreichen und die Wertschätzungskultur weiter zu stärken.

    Engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie interessierte Institutionen können sich bereits jetzt an die Stadtverwaltung wenden, um sich über die nächsten Schritte und Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren.

    Mit der Einführung der Landesehrenamtskarte sendet Pforzheim ein wichtiges Signal für mehr Anerkennung und Unterstützung des Ehrenamts. Die kommenden Wochen werden für die konkrete Umsetzung und die Gestaltung weiterer Angebote entscheidend sein.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: