Rückbau am Aussichtsturm Hohe Warte gestartet
Turmhöhe wird aus Sicherheitsgründen von 40 auf 15 Meter reduziert – Fertigstellung bis Dezember 2025 geplant
Der Teilrückbau des bekannten Aussichtsturms Hohe Warte hat begonnen. Die fast 40 Meter hohe Konstruktion wird auf eine sichere Höhe von 15 Metern zurückgebaut, nachdem vorbereitende Maßnahmen und eine eingehende Standsicherheitsprüfung zuletzt erhebliche Schäden festgestellt hatten.
Beginn der Rückbauarbeiten an der Hohen Warte
Am Montag starteten die eigentlichen Rückbauarbeiten am Turm, nachdem bereits zahlreiche vorbereitende Maßnahmen umgesetzt wurden. Dazu gehörte das Aufstellen eines Schwerlastkrans, das Roden des Turmumfelds zur Lagerung der entfernten Bauteile sowie die Abstimmung mit dem Forstbetrieb, um Steinfindlinge an eine geeignete Stelle im Wald zu verbringen. Auch zwei Hubarbeitsbühnen und ein Bauwagen wurden vor Ort positioniert.
Der Turm gilt als Wahrzeichen der Region und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Während des Rückbaus mussten die beiden Liegebänke vorübergehend entfernt werden, um einen sicheren Arbeitsbereich zu gewährleisten.
Gründe für den Teilrückbau
Die im Juli 2025 durchgeführte Standsicherheitsprüfung offenbarte massive Schäden an der Holzstruktur des Aussichtsturms. Jahrelange Witterungseinflüsse, unzureichende Sicherungen und dauerhafte Feuchtigkeit haben die Konstruktion so stark beschädigt, dass laut Gutachten die Standsicherheit erheblich beeinträchtigt ist. Insbesondere geschädigte Verbindungen bergen das Risiko von Verformungen oder sogar eines Einsturzes.
Um jegliche Gefahr für Besucherinnen und Besucher auszuschließen, vor allem im Hinblick auf die Winterstürme, wurde entschieden, den Turm auf eine Höhe von rund 15 Metern zu reduzieren. Dieses Segment gilt als statisch eigenständig und sicher.
Der Ablauf des Rückbaus
Der Rückbau erfolgt in mehreren klar definierten Etappen. Zunächst werden Teile der Außen- und Innenkonstruktion oberhalb des Geländers mithilfe des Schwerlastkrans abgehoben. Es folgen die Demontage der Aussichtsplattform sowie der ersten drei Ebenen. Die Holzkonstruktion und die Treppe werden abschnittsweise, jeweils in sechs Meter Schritten, zurückgebaut, bis die angestrebte Höhe erreicht ist. Einzelteile der charakteristischen Spindeltreppe werden dabei gezielt entfernt.
Nach Abschluss dieser Arbeiten erhält die verbleibende Turmkonstruktion wieder ein schützendes Dach. Die Holzbauteile werden zunächst neben dem Turm zwischengelagert und anschließend weiter untersucht. Von den Ergebnissen dieser Untersuchungen wird abhängen, ob der Aussichtsturm künftig in seiner bisherigen Form wieder aufgebaut werden kann oder eine andere Bauweise gewählt werden muss. Stahlelemente, etwa von der Treppe, werden separat abtransportiert, da vor Ort nicht genug Lagerfläche zur Verfügung steht.
Die Fertigstellung des Rückbaus ist, bei günstigen Wetterbedingungen, für den 5. Dezember 2025 geplant. Da ein Großteil der Arbeiten in großer Höhe ausgeführt wird, können starke Winde die Arbeiten verzögern. Die Sicherheit der Arbeitskräfte hat dabei jederzeit Vorrang.
Weitere Schritte: Prüfung und Zukunftsaussichten
Nach Abschluss des Rückbaus wird geprüft, welche Bauteile weiterverwendet werden können. Erst das Ergebnis dieser Untersuchungen wird die Entscheidung über den künftigen Wiederaufbau oder eine mögliche Umplanung bestimmen.
Kontakt für Rückfragen und Fotomaterial
Der Teilrückbau an der Hohen Warte ist ein bedeutender Schritt zur Sicherung dieses beliebten Aussichtspunkts. Die nächsten Monate werden zeigen, wie es mit dem traditionsreichen Bauwerk weitergeht – stets unter dem Aspekt höchster Sicherheit und unter Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse der abgebauten Bauteile.
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