Sicherheitsalarm am Aussichtsturm „Hohe Warte“
Baustelle eingerichtet: Gutachten zeigt erhebliche Mängel – Zukunft des Turms ungewiss

Der Aussichtsturm "Hohe Warte" steht vor einem entscheidenden Einschnitt: Bürgermeister Tobias Volle hat in enger Abstimmung mit dem Gebäudemanagement und dem Baurechtsamt eine kurzfristige Anordnung zur Einrichtung einer Baustelle rund um das Bauwerk getroffen. Im Fokus steht dabei die Sicherheit der Bevölkerung angesichts erheblicher Mängel an der Holzkonstruktion des Turms, wie ein aktuelles Gutachten ergeben hat.
Sicherheitsmaßnahmen und Baustelleneinrichtung
In einem Radius von etwa 25 Metern um den Turm wird in den kommenden Tagen eine Baustelleneinrichtung vorgenommen. Für die Arbeiten wird ein großer Kranwagen benötigt, um die schrittweise Demontage der Konstruktion zu ermöglichen. Die bisherigen Schäden an der Statik haben dazu geführt, dass die gesamte Anlage bereits für die Öffentlichkeit geschlossen wurde – der Zugang bleibt weiterhin untersagt.
Das jüngste Gutachten, das Bürgermeister Volle im Ortschaftsrat Hohenwart vorstellte, weist auf erhebliche Schäden an tragenden Elementen hin. Eine einfache Reparatur ist laut Gutachterbüro ausgeschlossen, da wesentliche Bauteile betroffen sind. Die Baustelleneinrichtung dient daher als Vorbereitung für den abschnittsweisen Rückbau durch einen Schwerlastkran.
Hintergrund: Vertiefte Erkenntnisse und Dringlichkeit
Die Entscheidung zur kurzfristigen Umsetzung begründet Volle mit neuesten Erkenntnissen aus dem Gutachten sowie der anstehenden Herbstwitterung mit möglichen Starkwinden. „Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Daher haben wir uns, auch mit Blick auf die unkalkulierbare Wetterlage mit Starkwinden im Herbst, für einen zeitnahen vorläufigen Rückbau des Turms noch vor dem Winter entschieden“, erläutert der Bürgermeister.
Weitere Schritte und Ausblick
Die Demontage des Turms wird schrittweise erfolgen. Die abgebauten Teile werden innerhalb des Baustellenbereichs gelagert, damit sie für weitergehende Prüfungen und Materialanalysen zur Verfügung stehen. So können Fachexpertinnen und Fachexperten die Bauteile sicher beproben und untersuchen.
Das weitere Vorgehen bleibt zunächst offen: Sobald die Prüfberichte vorliegen, entscheidet das zuständige Gremium über mögliche nächste Schritte. Bürgermeister Volle hat bereits mehrere Szenarien in der Sitzung des Ortschaftsrats Hohenwart vorgestellt – sie reichen von Erhalt und Sanierung der Hohen Warte bis hin zu einem kompletten Rückbau und alternativer Nutzung des Standorts.
Die Stadt legt in der aktuellen Phase besonderen Wert auf die Prüfung der Materialien und den Schutz aller Beteiligten. Ein abschließender Entschluss über die Zukunft des Aussichtsturms wird erst nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse fallen.
Die weitere Entwicklung rund um die Hohe Warte bleibt abzuwarten. Die Bevölkerung wird über die nächsten Schritte fortlaufend informiert.
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