Sympathisch gegen Hass: Ausstellung in Pforzheim eröffnet
Multimediale Schau im Neuen Rathaus zeigt Polizei als engagierte und menschliche Kraft – bis Weihnachten 2025 kostenlos zu erleben

Im Neuen Rathaus Pforzheim wurde am heutigen Donnerstag die Wanderausstellung „Sympathisch gegen Hass und Hetze“ feierlich eröffnet. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Künstler Uwe Kaiser und der Gewerkschaft der Polizei Baden-Württemberg (GdP). Ziel der Ausstellung ist es, das Engagement und die Menschlichkeit der Polizistinnen und Polizisten zu würdigen und die gesellschaftliche Debatte rund um Respekt und Dialog nachhaltig zu fördern.
Hintergrund und Eröffnung
Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn eröffnete die Ausstellung im Beisein zahlreicher Gäste. In seiner Ansprache betonte er: „Hass und Hetze sind uns leider alltäglich… Jeder Angriff, verbal sogar physisch, auf Amtspersonen, ob in Uniform oder Zivil, ist ein Angriff auf unseren demokratischen Rechtsstaat.“ Fillbrunn hob hervor, wie bedeutsam es sei, die Menschen hinter der Uniform sichtbar zu machen und ihre Geschichten sowie Sorgen und Hoffnungen zu teilen. Dies werde durch die Ausstellung auf eindrucksvolle und berührende Weise umgesetzt.
Auch Oberbürgermeister Peter Boch, selbst ehemaliger Polizeibeamter, ist Teil des Projekts. In einem Videointerview teilt er persönliche Erfahrungen aus seiner Dienstzeit und reflektiert über das Verhältnis zwischen Polizei und Bürgerschaft – damals wie heute.
Konzept und Exponate
Nach einleitenden Worten des Bürgermeisters sprach Stephan Augenstein, Vorstandsmitglied der GdP Baden-Württemberg, ein Grußwort an die Besucherinnen und Besucher. Im Anschluss stellte Uwe Kaiser, der Künstler hinter dem Projekt, die Besonderheiten der Ausstellung vor. Symbolisch markierte die Enthüllung eines Exponats durch Bürgermeister Fillbrunn den offiziellen Start der Präsentation.
Die multimediale Ausstellung präsentiert eine breite Palette an Elementen:
Besucherinnen und Besucher gewinnen dabei Einblicke sowohl in das berufliche als auch private Leben der Polizeibediensteten und erleben Vielfalt und Menschlichkeit der Polizei auf neue Weise.
Interaktive Besonderheiten in Pforzheim
Die Station in Pforzheim wartet mit zwei speziell konzipierten Installationen auf:
Diese Elemente regen zum Mitmachen an und stehen exemplarisch für die offene, dialogorientierte Herangehensweise der Ausstellung.
Künstler Uwe Kaiser und seine Motivation
Uwe Kaiser, der die Ausstellung mit der GdP konzipierte, bringt langjährige Erfahrungen als Journalist, Medienpädagoge und Künstler mit. Seine Arbeiten sind geprägt vom Engagement für gesellschaftliche Themen, der Förderung von Teilhabe und Inklusion. 2023 leitete er die Redaktion des inklusiven Magazins ohallo! Heilbronn. Auch künstlerisch ist Kaiser durch zahlreiche Figurenprojekte und thematische Ausstellungen in Rathäusern landesweit bekannt.
Von Stuttgart über Freiburg nach Pforzheim – und weiter
Die Wanderausstellung wurde im April 2025 durch Innenminister Thomas Strobl im Innenministerium eröffnet. Nach Stationen in Freiburg ist sie ab sofort im Neuen Rathaus Pforzheim zu sehen, bevor sie anschließend im Landeskriminalamt Baden-Württemberg gezeigt wird.
Dialog und gesellschaftliche Wirkung
Ein zentrales Anliegen der Ausstellung ist es, den Dialog zwischen Polizei und Gesellschaft zu intensivieren. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile zu hinterfragen und einen respektvollen Umgang zu fördern.
Besuch und Information
Die Ausstellung kann voraussichtlich bis zum Beginn der Weihnachtsferien 2025 während der regulären Öffnungszeiten des Neuen Rathauses Pforzheim besucht werden. Der Eintritt ist frei und auch spontane Besucherinnen und Besucher sind willkommen.
Ausblick
Mit der Ausstellung setzen die Beteiligten ein sichtbares Zeichen für Respekt, Vielfalt und den gesellschaftlichen Dialog. Sie ist ein Angebot an die Bürgerschaft, gemeinsam gegen Hass und Hetze einzutreten und Menschlichkeit sichtbar zu machen.
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