Volker Römer erhält Portusmedaille in Pforzheim
Auszeichnung für sein langjähriges Engagement im DDR-Museum und der Demokratiearbeit bei der Langen Nacht der Demokratie 2025

Mit einer eindrucksvollen Abschlussveranstaltung im Reuchlinhaus am Tag der Deutschen Einheit endete die Veranstaltungsreihe "Lange Nacht der Demokratie" in Pforzheim. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Portusmedaille der Stadt Pforzheim an Volker Römer, der sich seit vielen Jahren unermüdlich für das DDR-Museum und die Demokratiearbeit engagiert.
Feierliche Auszeichnung für Volker Römer
Erster Bürgermeister Dirk Büscher überreichte die renommierte Portusmedaille an Volker Römer, langjähriger Vorsitzender des Vereins "Gegen Vergessen". Mit dieser Ehrung würdigt die Stadt Pforzheim Römers außerordentliches Engagement für die Erinnerungsarbeit und die Aufklärung über das Leben in der DDR.
Bürgermeister Büscher betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des Tages der Deutschen Einheit als Mahnung, die Freiheit zu schützen und demokratische Werte weiterzutragen. Er warnte eindringlich vor dem Erstarken autoritärer Kräfte weltweit und dankte allen, die zur Vielfalt und zum Gelingen der Langen Nacht der Demokratie beigetragen haben.
Stimmen der Veranstalter und Laudatoren
Marianne Engeser, Vorsitzende der Stiftung "Lernort – Das DDR-Museum Pforzheim", unterstrich in ihrer Ansprache die gesellschaftliche Bedeutung des Engagements für Demokratie und rief dazu auf, nach vorne zu blicken: "Mit Mut, Offenheit – und mit der Überzeugung, dass unsere Demokratie bleibt, wenn wir sie gemeinsam stark machen."
In der Laudatio würdigte Bürgermeister Büscher Römer als Persönlichkeit mit "Herz, Verstand und Ausdauer". Dankesworte kamen auch von Birgit Kipfer und Kai Adam von der Stiftung "Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim", die das ehrenamtliche Wirken Römers hervorhoben.
Volker Römer nahm die Auszeichnung bewegt entgegen, dankte seiner Frau sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern. Er appellierte: "Angriffe auf die Demokratie nehmen weltweit ständig zu. Selbst alte, gestandene Demokratien sind nicht außen vor. Wir alle sind gefordert, auch Sie."
Hafen ab, das Bezug auf die römischen Ursprünge Pforzheims nimmt."/>
Rückblick auf das Wirken von Volker Römer
Volker Römer engagiert sich seit seiner Jugend ehrenamtlich, zunächst beim SSC Sparta Pforzheim als Schwimmer, Wasserballer, später als Jugendtrainer, Kampfrichter und Schatzmeister. 2003 trat er mit seiner Frau dem Verein "Gegen Vergessen" bei. Seit 2006 führt er den Verein als Vorsitzender und prägt dessen Entwicklung maßgeblich.
Sein jahrzehntelanges Engagement in der Erinnerungsarbeit findet breite Anerkennung und gilt als beispielhaft für bürgerschaftliches Handeln in der Region.
Lange Nacht der Demokratie 2025
Die Veranstaltungsreihe fand vom 26. September bis 3. Oktober 2025 statt und bot ein vielfältiges Programm an zahlreichen Orten in Pforzheim. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, unterschiedliche Facetten der Demokratie zu erleben, sich auszutauschen und neue Perspektiven zu gewinnen. Die Erste Bürgerstiftung Pforzheim-Enz förderte die Veranstaltung maßgeblich.
Musikalisch wurde der Abend von TonArt Pforzheim e. V. begleitet. Beim anschließenden Stehempfang kamen Gäste beim Fingerfood und Getränken ins Gespräch und konnten den Abschluss der Veranstaltungsreihe feiern.
Hintergrund: Die Portusmedaille
Die Stadt Pforzheim verleiht die Portusmedaille seit Ende der 1990er Jahre. Sie erinnert mit ihrer Bezeichnung an die römischen Wurzeln der Stadt, die sich auch im Namen Pforzheim ("Portus") widerspiegeln. Die Medaille ist ein Zeichen der Wertschätzung für bürgerschaftliches Engagement und wird an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise für die Gesellschaft einsetzen.
Demokratie leben und gestalten
Die "Lange Nacht der Demokratie" bot nicht nur Raum für Rückblicke, sondern auch für Ausblicke und den Dialog über die Zukunft. Die Veranstaltung zeigte, wie lebendig und vielfältig demokratisches Engagement in Pforzheim ist. Das Beispiel von Volker Römer verdeutlicht eindrucksvoll, dass Demokratie vom Mitmachen lebt – Tag für Tag.
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