Willi Zanger: 100 Jahre Künstlerleben

Gedenkausstellung in Pforzheim zeigt Malerei, Keramik und Architektur vom 22. Januar bis 18. Februar 2026

Willi Zanger: 100 Jahre Künstlerleben
Bild zum Beitrag© Redaktion Pforzheim

Im Gedenken an den 100. Geburtstag von Willi Zanger richtet das Kulturamt der Stadt Pforzheim eine umfassende Ausstellung im neuen Kulturraum des Neuen Technischen Rathauses aus. Der Künstler, der durch seine einzigartige Verbindung von Malerei, Keramik und Architektur bekannt wurde, steht damit erneut im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung.

Gedenkausstellung im Kulturraum

Die Ausstellung, die von der Kunsthistorikerin Christina Klittich kuratiert wird, eröffnet am Donnerstag, den 22. Januar im Kulturraum, Deimlingstraße 6a. Besucher können die Ausstellung anschließend bis zum 18. Februar 2026 jeweils von Mittwoch bis Freitag zwischen 14 und 17 Uhr besichtigen.

  • Ort: Kulturraum im Neuen Technischen Rathaus, Deimlingstraße 6a
  • Vernissage: 22. Januar
  • Laufzeit: bis 18. Februar 2026
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 14 – 17 Uhr
  • Die Werkauswahl stammt aus dem Familienbesitz und würdigt Zangers vielfältiges künstlerisches Schaffen. Seine Porträts, Landschaften, Stadtansichten, Akte sowie keramische Arbeiten und mosaikhafte Gestaltungen laden dazu ein, den vielseitigen Künstler neu zu entdecken.

    Willi Zanger: Ein Leben für die Kunst

    Willi Zanger wurde am 13. Juni 1925 geboren. Nach einer Ausbildung zum Maschinenschlosser begann er 1946 seine künstlerische Laufbahn an der Kunst- und Werkschule Pforzheim bei Curt Rothe. Ab 1950 setzte er sein Studium bei namhaften Künstlern wie Walter Becker, Karl Hubbuch und Wilhelm Schnarrenberger an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe fort.

    Eine prägende Phase seines künstlerischen Werdegangs war die Mitarbeit in der Mosaikwerkstatt Berthold Müller-Oerlinghausen in Kressbronn am Bodensee zwischen 1953 und 1961. Nach seiner Rückkehr nach Pforzheim wirkte er als freischaffender Maler und Mosaikbildner. Trotz seines frühen Todes am 22. Dezember 1971 hinterließ Zanger ein bemerkenswertes künstlerisches Œuvre.

    Künstlerisches Erbe würdigen

    Die Gedenkausstellung widmet sich nicht nur Zangers künstlerischem Output, sondern auch seiner besonderen Sensibilität als Beobachter seiner Zeit. Sie gibt einen Einblick in die Entwicklung seiner Handschrift, die Malerei, Keramik und Architektur miteinander verknüpft. Somit richtet sich die Ausstellung an breite Interessentenkreise – von Kunstliebhabern bis zu historisch Interessierten.

    Die Menschen hinter der Ausstellung

    Für das Gelingen der Schau sorgen unter anderem die stellvertretende Kulturamtsleiterin Claudia Baumbusch und die Kuratorin Christina Klittich. Besondere Wertschätzung gilt auch der Familie Zanger: Die Söhne Werner, Jürgen, Kurt und Arno Zanger tragen wesentlich dazu bei, das Erbe ihres Vaters lebendig zu halten.

    Mit der Gedenkausstellung bietet das Kulturamt der Stadt Pforzheim die Möglichkeit, das Werk eines wichtigen Künstlers der Region neu zu entdecken und würdigen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich selbst ein Bild von Willi Zangers Schaffen zu machen.

    Weitere Bilder

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