Innovatives Mobilitätskonzept gewinnt Bundespreis
„Mobilikon“ fördert nachhaltige und flexible betriebliche Mobilität in ländlichen Regionen

Am 27. Oktober hat ein innovatives Konzept beim Bundeswettbewerb Anerkennung gefunden, das auf eine nachhaltigere und effizientere betriebliche Mobilität abzielt. Das Konzept, das mit Unterstützung des Bundesministeriums und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung ausgezeichnet wurde, steht exemplarisch für aktuelle Trends in der Arbeitswelt: weg vom Individualverkehr mit dem Auto, hin zu umweltfreundlichen und flexiblen Mobilitätslösungen für Mitarbeitende.
Vorbild für betriebliche Mobilität
Das ausgezeichnete Projekt legt einen besonderen Fokus auf das Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden – sowohl auf Arbeits- als auch auf Dienstwegen. Ziel ist es, Verwaltungsabläufe nachhaltiger zu gestalten, ohne dabei auf Effizienz zu verzichten. Im Zentrum stehen dabei:
Diese Maßnahmen bieten Anreize und attraktive Angebote für Mitarbeitende, um häufiger auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen und damit einen aktiven Beitrag zur Reduzierung von Emissionen zu leisten.
Würdigung durch Bundeswettbewerb
Das Projekt gehört zu den 20 Gewinnern des bundesweiten Wettbewerbs und wurde mit einem Preisgeld von 5.000 Euro gewürdigt. Die Preisträger werden zudem in einem Nachschlagewerk ausführlich vorgestellt. Besonders herausragende Projekte, darunter auch das ausgezeichnete Konzept, wurden in Kurzfilmen dokumentiert und anschaulich präsentiert.
Stimmen zur Auszeichnung
Oberbürgermeister Daniel Rapp ordnete die Bedeutung der Auszeichnung wie folgt ein:
„Ich bin stolz, diese Preise zu bekommen. Betriebliche Mobilitätsangebote gehen weg vom Auto. Für unsere Mitarbeitenden sind sie attraktiv und mir sehr wichtig.“
Auch auf Bundesebene wird die Bedeutung solcher Initiativen unterstrichen. Sabine Poschmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Bau, Stadtentwicklung und Wohnen, betonte bei der Preisverleihung:
„Uns zählt das ganze Land: Nicht nur Städte, sondern auch die ländlichen Räume sollen Wohn-, Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten gut angebunden erhalten. Wenn Unternehmen gemeinsam Ideen für ihre Mobilität entwickeln, verbessert das die Erreichbarkeit und Attraktivität einer ganzen Region. Mit ihrem Mix unterschiedlicher Maßnahmen sind die Preisträger Vorreiter und Vorbild für andere Arbeitgeber.“
Dr. Peter Jakubowski vom Bundesinstitut betonte zusätzlich die Relevanz auch außerhalb von Ballungsräumen:
„Unser Ziel ist, dass betriebliches Mobilitätsmanagement auch jenseits von Ballungsräumen einen echten Unterschied macht. Die prämierten Projekte zeigen konkret, wie Betriebe und Kommunen den Weg zur Arbeit nachhaltiger, günstiger, attraktiver und gesundheitsfördernd gestalten können – von sicheren Fahrradabstellanlagen und Bonusprogrammen bis hin zu Shuttles und Mobilitätsbudgets. Damit motivieren sie Beschäftigte, das eigene Auto öfter stehen zu lassen. Solche Initiativen entlasten die Straßen, schonen das Klima und stärken zugleich die Lebensqualität und Wirtschaftskraft der ländlichen Regionen.“
Projekt „Mobilikon“ und Bundesprogramm „Region gestalten“
Mit dem Projekt „Mobilikon“ sollen maßgeschneiderte Mobilitätslösungen identifiziert und umgesetzt werden. Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Region gestalten“ gefördert, das einen Fokus auf ländliche Räume legt und gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zum Ziel hat. Neben der wissenschaftlichen Begleitung werden Erfahrungen aus den Projekten aufbereitet und sollen anderen Regionen als Vorbild dienen.
Weitere Informationen und Bilddokumentation
Interessierte finden weiterführende Informationen zu den Projekten und zum Wettbewerb online. Bei der Preisverleihung trafen sich Eva Engelhardt (Hauptamt), Amelie Hauser (Umweltamt Stadt Ravensburg) sowie Johannes Schneider, Projektleiter beim Bundesinstitut.
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung innovativer Lösungen zur Mobilitätswende und könnte als Vorbild für zahlreiche weitere Kommunen und Unternehmen dienen. Die Weiterentwicklung betrieblicher Mobilitätskonzepte bleibt ein zentrales Thema für nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.
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