Neue Radrinnen erleichtern Fahrradfahren am Ravensburger Bahnhof
Pilotprojekt mit rutschfesten Edelstahlrinnen und 80 nachhaltigen Abstellplätzen verbessert Barrierefreiheit und Pendlerkomfort

Am Ravensburger Bahnhof sind mit der Installation innovativer „Radrinnen“ die Voraussetzungen für eine nachhaltigere und barriereärmere Fahrradnutzung geschaffen worden. Radfahrende profitieren künftig von deutlich einfacheren Wegen zu den Bahnsteigen, die nicht mehr zwingend auf die Aufzüge angewiesen sind. Besonders für Nutzer schwerer E-Bikes stellt dies eine spürbare Erleichterung im Pendleralltag dar.
Innovative Radrinnen im Pilotprojekt
Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden drei Fahrradschieber aus robustem Edelstahlblech mit rutschfestem Gummibelag an den Treppen des Bahnhofs angebracht. Diese sogenannten Radrinnen verringern den Rollwiderstand und ermöglichen ein müheloses Schieben, unabhängig vom Gewicht des Fahrrads.
Das System wurde gezielt am Ravensburger Bahnhof installiert, da dort bereits zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen wie neue Sitzbänke, Vitrinen und ein optimiertes Wegeleitsystem umgesetzt wurden. Der Standort eignet sich besonders gut, um die Praxistauglichkeit der Radrinnen erstmals in Deutschland zu erproben.
Mehr Komfort für Pendler und Reisende
Die Nutzung der Unterführung am Bahnhof ist künftig komfortabler: Größere Fahrradgruppen können zügig und barrierearm zum Bahnsteig gelangen. Die Aufzüge stehen damit prioritär Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien oder Reisenden mit schwerem Gepäck zur Verfügung.
Von der verbesserten Radinfrastruktur profitiert auch der Schussenpark, der Ende September eröffnet wird, da Radfahrende nun schnell und unkompliziert vom Bahnhof ins Naherholungsgebiet gelangen. Dies stärkt die nachhaltige Mobilität in Ravensburg.
Neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
Im Zuge des Projekts wurde auch das Bike-&-Ride-Angebot erweitert. Nach dem Teilabriss eines Nebengebäudes auf der Ostseite des Bahnhofs sind rund 80 neue Fahrradabstellplätze entstanden. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Recyclingmaterial: Die Hälfte der Halterungen stammt aus vorherigen Anlagen, was die ökologische Bilanz weiter verbessert.
Die Maßnahmen sind Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Ravensburg. Sie erleichtern nicht nur den Alltag der Pendler, sondern fördern auch den Umstieg auf das Fahrrad – ein wichtiger Schritt in Richtung klimafreundlicher Mobilität.
Gemeinsames Engagement als Erfolgsfaktor
Über die Verwirklichung des Pilotprojekts "Innovative Radrinnen" am Ravensburger Bahnhof freuen sich Uwe Bohner (Baukoordinator, ÖPNV), Andreja Beil (Bahnhofsmanagement Friedrichshafen, DB Infrago AG Personenbahnhöfe) sowie Catherine Schupp (Leiterin Verkehrsplanung der Stadt Ravensburg).
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