Ravensburg startet neues Gewerbegebiet Karrer

Flächen für Logistik und Handwerk sollen Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze sichern

Mit dem jüngst gefassten Satzungsbeschluss des Gemeinderats für den Bebauungsplan des neuen Gewerbegebiets Karrer startet in Ravensburg ein bedeutender Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten Grundstücke vergeben werden, wodurch neue Impulse für ansässige und neue Unternehmen geschaffen werden.

Gewerbegebiet Karrer: Fokus auf Logistik und Produktion

Das neue Gewerbegebiet Karrer befindet sich zwischen Untereschach und Oberzell und ist verkehrstechnisch ideal angebunden. Vor allem produzierende Unternehmen aus der Logistikbranche stehen im Mittelpunkt der Ansiedlungspolitik. Mit dem Satzungsbeschluss sind die Weichen für einen baldigen Baubeginn gestellt.

  • Standort: Zwischen Untereschach und Oberzell
  • Hauptansiedlung: Produzierende Logistikunternehmen
  • Baubeginn: Nach Satzungsbeschluss, erste Vergaben ab kommendem Jahr
  • Gewerbegebiet Mariatal: Raum für Handwerksbetriebe

    Bereits Ende September hat der Gemeinderat auch für das Gewerbegebiet Mariatal einen Aufstellungsbeschluss gefasst. Hier stehen etwa 10 Hektar Gewerbefläche zur Verfügung – besonders zugeschnitten auf Handwerksbetriebe, die kleinere bis mittelgroße Grundstücke benötigen. Diese Entwicklung soll insbesondere kleinteilige Standortentwicklungen ermöglichen und dem aktuellen Nachfrageüberhang begegnen.

    Bedeutung für die regionale Wirtschaft

    Die Initiatoren betonen, dass der Bedarf an Gewerbeflächen weiterhin hoch sei. Ziel ist es, Unternehmen in Ravensburg zu halten, bestehende Betriebe zu erweitern und neue Arbeitsplätze zu sichern. Die Erweiterung der Gewerbegebiete trägt dazu bei, Abwanderungen von Unternehmen zu verhindern und der Region zukunftsfähige Entwicklungsperspektiven zu eröffnen.

    Interkommunales Gewerbegebiet im Mittleren Schussental

    Gemeinsam mit den Nachbargemeinden Baindt und Baienfurt arbeitet Ravensburg aktuell an einem interkommunalen Gewerbegebiet entlang der B30. Ein eigens gegründeter Zweckverband koordiniert das Projekt, das perspektivisch rund 60 Hektar Gewerbefläche umfassen soll. Die Planungen befinden sich jedoch noch in einer frühen Phase, und die Vermarktung des ersten Teilabschnitts wird voraussichtlich erst in einigen Jahren beginnen.

    • Projekt: Interkommunales Gewerbegebiet Mittleres Schussental
    • Größe: Rund 60 Hektar (geplant)
    • Stand: Zweckverband gegründet, Planungen gestartet
    • Kommunale Rahmenbedingungen und Austausch mit der Wirtschaft

      Trotz allgemein schwieriger wirtschaftlicher Lage in Deutschland verzeichnet Ravensburg positive Entwicklungen. Die Stadt setzt auf den stetigen Dialog mit der lokalen Wirtschaft und prüft auch Möglichkeiten zur Nachverdichtung bestehender Gewerbestandorte. Ziel ist es, flexibel auf Flächenbedarfe reagieren zu können und nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.

      Stimmen aus der Stadtverwaltung

      Ein Sprecher hebt hervor: "Es besteht weiterhin hohe Nachfrage nach Gewerbeflächen. Wir möchten Unternehmen ansiedeln und bestehende Betriebe erweitern lassen. Neue Flächen sorgen dafür, dass wir Unternehmen in Ravensburg halten können, sodass Arbeitsplätze gesichert bleiben. Zudem ermöglichen neue Ansiedlungen eine zukunftsfähige Entwicklung der Region. Besonders die Erweiterung des Mariatals hilft uns, kleinteilige Standortentwicklungen zu realisieren. In der Vergangenheit hatten wir leider kein passendes Angebot und mussten Unternehmensabwanderungen in die Region hinnehmen."

      Ein weiterer Förderer ergänzt: "Deshalb ist es wichtig, dass wir Vorratsflächen haben, um bei kurzfristigem Flächenbedarf schnell handeln und Unternehmensentwicklungen umsetzen zu können."

      Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp betont:

      "Mir ist es wichtig, als verlässlicher Partner für die Wirtschaft da zu sein. Neue Gewerbeflächen sind essenziell für die wirtschaftliche Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Ravensburg. Die Unternehmen selbst brauchen Perspektiven, sich kurz-, mittel- und langfristig entwickeln zu können."

      Informationen für Interessierte

      Wer sich über die geplanten Gewerbegebiete und das Vergabeverfahren informieren möchte, findet bei der Stadt Ravensburg, Stabsstelle Wirtschaftsförderung, einen kompetenten Ansprechpartner.

      Die Entwicklungen im Bereich der Gewerbeflächen stehen beispielhaft für den wirtschaftlichen Gestaltungswillen in Ravensburg. Mit einem klaren Fokus auf Zukunftsfähigkeit und regionale Stärke setzt die Stadt damit ein Zeichen für nachhaltiges Wachstum und Sicherheit von Arbeitsplätzen.

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