Digitalpakt Schule: Rheinstetten zieht Bilanz

671.000 Euro für moderne Technik und innovative Lernmittel – Ausblick auf Digitalpakt 2.0 ab 2026

Die Stadt Rheinstetten zieht eine Bilanz ihrer Investitionen in die Digitalisierung der Schulen und blickt optimistisch auf kommende Entwicklungen. Im Rahmen des Digitalpakts Schule 2019 wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die den Unterricht an den städtischen Schulen zukunftsfähig machen sollen.

Meilensteine des Digitalpakts an Rheinstettener Schulen

Der Digitalpakt Schule 2019 diente als zentrale Grundlage zur Förderung digitaler Bildung in Rheinstetten. Die Stadt agierte als Schulträger und beantragte Fördermittel basierend auf abgestimmten Medienentwicklungsplänen. Nach Bewilligung durch Bund und Länder wurden die geplanten Vorhaben Schritt für Schritt realisiert. Die finale Abrechnung der geförderten Maßnahmen mit dem Bund soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

Technische Ausstattung und Infrastruktur

  • Sechs externe IT-Administratoren unterstützten die Schulen mit insgesamt 28 Wochenstunden zwischen 2021 und 2023.
  • Die Gesamtkosten dieser IT-Dienstleistungen beliefen sich auf rund 92.000 Euro.
  • Sämtliche Schulen wurden mit moderner Präsentationstechnik wie Whiteboards, Beamern, Visualizern, Flip-Boards und drahtlosen Präsentationssystemen ausgestattet.
  • Tablets erweiterten den digitalen Unterricht um mobile Möglichkeiten.
  • Das Schulzentrum, bestehend aus Walahfrid-Strabo-Gymnasium und Hebelschule Realschule, erhielt eine umfangreiche Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur. Dazu gehörten Switches, Access-Points, Firewalls, Backup-Systeme und USVs (unterbrechungsfreie Stromversorgung). Die Investitionskosten lagen bei 68.000 Euro, wobei 80 Prozent durch Fördergelder des Landes finanziert wurden. Zusätzlich wurde das WLAN flächendeckend optimiert.

    Innovative Lernmittel und praxisnaher Unterricht

    Für naturwissenschaftlich-technische Wahlpflichtfächer (MINT) wurden Arduino-Übungssets beschafft, um Lerninhalte praxisnah zu vermitteln. Auch Virtual-Reality-Brillen kamen zum Einsatz, um die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in digitalen Schlüsseltechnologien auszubauen.

    Investitionen und Fördergelder im Überblick

    • Gesamtinvestition der Stadt Rheinstetten: 671.000 Euro
    • Davon Landesförderung: 555.000 Euro
    • Eigenanteil der Stadt: 116.000 Euro
    • Der Digitalpakt trägt maßgeblich zur Verbesserung der Ausstattung bei und schafft die Grundlage für einen kontinuierlichen Ausbau der digitalen Lehr- und Lernumgebung.

      Ausblick: Digitalpakt 2.0 und weitere Ziele

      Mit dem voraussichtlich 2026 startenden Digitalpakt 2.0 sollen nicht nur technische Geräte bereitgestellt, sondern auch nachhaltige Strukturen für digitalen Unterricht etabliert werden. Schwerpunkte werden die Wartung, Support, pädagogisch-technische Assistenz sowie regelmäßige Fortbildungen für Lehrkräfte sein.

      Die Stadt Rheinstetten begrüßt die geplante praxisnahe Ausgestaltung und fordert verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen für Kommunen und Schulen.

      Für den Digitalpakt stehen laut Bundeshaushalt 2,25 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur bereit. Damit soll der Weg zu einer modernen, zukunftsorientierten Schulbildung konsequent weitergeführt werden.

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