Kunst verbindet: Schüler gestalten Brücken für Stadt und Jugend

Mit vielfältigen Projekten in Schwäbisch Hall zeigen Schülerinnen und Schüler, wie kreative Aktionen unterschiedliche Generationen und Lebenswelten miteinander verbinden.

Kunst verbindet: Schüler gestalten Brücken für Stadt und Jugend
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Die Innenstadt von Schwäbisch Hall wird am 24. und 25. Mai zum Schauplatz innovativer Schülerkunst: Im Rahmen des Kulturjubiläumswochenendes taufen Schülerinnen und Schüler verschiedener Haller Schulen das vielschichtige Thema „Brücken“ mit kreativen Projekten und Installationen. Zwischen Haalplatz, Stadtbahnhof und Unterwöhrd entstehen nicht nur sichtbare Brücken, sondern auch solche zwischen Generationen und Lebenswelten.

Brücken als verbindendes Leitmotiv

Unterschiedliche Schulen aus der Region folgen dem Aufruf der Bildungsregion Schwäbisch Hall, darunter die Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule, Erasmus-Widmann-Gymnasium, Friedensbergschule, Gewerbliche Schule, Grundschule Sulzdorf und die Waldorfschule. Ihr Ziel: Das Thema „Brücken“ in all seinen Facetten künstlerisch erkunden.

So stellten beispielsweise Schülerinnen der fünften Klassen der Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule unter Anleitung von Anja Peschel weiße Papierbrücken her, die sowohl ästhetisch als auch funktional sein sollten.

Vielseitige Schülerarbeiten an mehreren Standorten

Die Resultate sind am Kulturjubiläumswochenende mit Schwerpunkt am 24. Mai in der ganzen Innenstadt zu sehen. Die Fenstergalerie am Stadtbahnhof präsentiert Arbeiten der 5. und 7. Klassen des Erasmus-Widmann-Gymnasiums unter Hedwig Maier—von humorvoll bis dramatisch. Ein Blickfang ist das sieben Meter lange Gemeinschaftsbild, das den Einsturz des Kettenstegs (heute Epinal-Steg) beim Sommernachtsfest 1954 thematisiert.

Weitere Kunstwerke zeigen Regenbögen über Steinbrü bei Hochwasser, fantasievolle Holzbrücken mit differenzierten Drucktechniken und Bildergeschichten. Die Klasse 7a des EWG ergänzt mit feinen Traumfängern und Installationen die Ausstellung bis Pfingsten.

Auch an der Lindachbrücke hinterlassen junge Talente Spuren: Grundschülerinnen aus Sulzdorf dekorierten sie unter dem Motto „Verbundenheit“ mit Girlanden. An der Friedensbergschule wird eine „unterirdische Brücke“ mit neuen Farbverläufen zum Hingucker.

Brücken in der Begegnung: Handwerk, Theater und Aktionen

Das Thema wird auch im handwerklichen und sozialen Miteinander lebendig: Die Gewerbliche Schule Schwäbisch Hall, unter Leitung von Stefan Hartelt, visualisierte „Brücken als Menschen“ mit einem Leonardo-da-Vinci-inspirierten Brückenmodell – inklusive Bausatz zum Mitnehmen.

Hartelt betont: „Wie eine Brücke sich selbst trägt, das machen die Schülerinnen und Schüler neugierig auf Mitmenschen.“ Begegnungen wie diese sollen Ängste abbauen und das Miteinander stärken.

Auch Schreinerklassen aus dem dritten Ausbildungsjahr steuern praktische Beiträge bei: Sie fertigten unter Anleitung von Henny Hoffmann zwei Eichenholz-Bänke an, die temporär am Haalplatz aufgestellt sind. Ein fluides Theaterstück unterstreicht, wie Brücken Orte und Menschen verbinden können.

Die Theater-AGs laden am 24. Mai zu einem besonderen Erlebnis ein: Ab 10.30 Uhr startet an der Außenbühne des Neuen Globe ein „Theaterspaziergang über die Brücken“, inspiriert von Georg Büchners „Leonce und Lena“.

Am Unterwöhrd bietet die Waldorfschule ab Samstagmittag einen Slackline-Stand, präsentiert weitere Kunstwerke und verkauft Kuchen – ein weiteres Beispiel dafür, wie vielfältig sich das Brückenthema in der Stadt erfahrbar macht.

Initiative und Netzwerk für kulturelle Bildung

Die Initiative zur Schülerkunst am Kulturjubiläumswochenende ist ein Projekt der Bildungsregion Schwäbisch Hall. Initiatorin Maya Peters unterstreicht die Brückenfunktion zwischen Alltagswelt und kreativen Ausdrucksformen der Jugend: „Das vielschichtige Thema ‚Brücken‘ wird dann zeitweise den Stadtraum durchziehen.“

Schwäbisch Hall ist mit 28 Stadt- und Landkreisen Teil eines landesweiten Netzwerks der Bildungsregionen – eine Struktur, die nachhaltig kulturelle Bildung und gemeinsames Engagement fördert.

Das Kulturjubiläumswochenende wird zeigen, wie Kunst, Handwerk und Theater Brücken schlagen: Zwischen Menschen, zwischen Tradition und Gegenwart – und nicht zuletzt in die Lebenswelt der jungen Generation.

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Kunst verbindet: Schüler gestalten Brücken für Stadt und Jugend
Bild zum Beitrag© Redaktion Schwäbisch Hall
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