Arbeitskreis Hebungsrisse Staufen: Monitoring ohne Auffälligkeiten, Schäden bleiben

Zusammenfassung der aktuellen Entwicklungen und Terminankündigung für die nächste Sitzung

Arbeitskreis Hebungsrisse Staufen berichtet über aktuellen Stand

Der Arbeitskreis Hebungsrisse Staufen hat am 29. Juli 2026 getagt und die aktuellen Entwicklungen zu den Hebungen in Staufen zusammengefasst. Demnach verlief das Grundwassermonitoring im Berichtszeitraum ohne Auffälligkeiten, während an Gebäuden und im Pflaster der historischen Altstadt weiterhin Schäden beobachtet werden. Zudem nennt die Stadt den geplanten Beginn des Archivneubaus und informiert über die nächste Sitzung des Arbeitskreises.

Grundwassermonitoring ohne Auffälligkeiten

Der Absenkbetrieb lief im Berichtszeitraum kontinuierlich und unauffällig. Nach Angaben des Arbeitskreises wurden alle Absenkziele stets erreicht, technische Probleme oder Zwischenfälle traten nicht auf. Der Druckwasserspiegel sinkt weiter langsam. Der Abstich im Muschelkalk liegt aktuell bei rund 116,30 Metern, im April 2026 hatte er noch bei etwa 114 Metern gelegen.

Auch die regelmäßig labortechnisch ausgewertete elektrische Leitfähigkeit als Maß für die Gesamtmineralisierung zeigt laut Mitteilung unauffällige Werte und einen ruhigen Abwehrbetrieb. Die Entnahmeraten gehen nur geringfügig zurück. Die Gesamt-Förderrate beträgt derzeit etwa 5,39 Liter pro Sekunde, nach rund 5,44 Litern pro Sekunde zum Ende des vorherigen Berichtszeitraums.

Die aktuelle Trockenheit hat nach diesen Angaben ebenso wie das allgemeine Witterungsgeschehen keinen direkten Einfluss auf die Fördermengen.

Die Hebungsfiguren sowie das Wissensportal des LGRB sind unter dem Sachstandsbericht auf der Internetseite der Stadt Staufen abrufbar: www.staufen.de/unsere+stadt/hebungsrisse.

Weitere Schäden an Gebäuden und Pflaster

Das Büro für Baukonstruktionen berichtet, dass die Veränderungen der Rissweiten weiterhin gering sind. Neben Schäden an Gebäuden treten nach wie vor auch Schäden am Pflasterbelag in der historischen Altstadt auf. Wegen der sich abschwächenden Rissbildung werden größere Gebäudesanierungen geplant oder bereits umgesetzt.

Tiefbaumaßnahmen in der Altstadt

Die laufenden Tiefbaumaßnahmen in der historischen Staufener Innenstadt stehen laut Mitteilung nicht im Zusammenhang mit dem Abwehrbetrieb. Dort verlegen die Stadtwerke MüllheimStaufen neue Ver- und Entsorgungsleitungen.

Erdgasnetz weiter ohne Beanstandungen

Die regelmäßigen Kontrollen des öffentlichen Erdgasnetzes erfolgen weiterhin planmäßig. Beanstandungen gab es dabei nicht.

Archivneubau soll im Herbst beginnen

Mit dem Archivneubau und dem Wiederaufbau des Technischen Rathauses, das wegen starker Hebungsschäden abgerissen werden musste, will die Stadt Staufen zwei Gebäude im Hebungsgebiet errichten. Die Stadt bezeichnet dies als Zeichen der Zuversicht.

Die Vorplanungen sind bereits vorangeschritten. Mit dem Baubeginn des Archivs wird im Herbst 2026 gerechnet. Wegen der Lage im Zentrum des Hebungsgeschehens arbeiten nach Angaben der Stadt alle beteiligten Architektur- und Ingenieurbüros sowie die Stadtverwaltung Staufen eng zusammen.

Nächste Sitzung des Arbeitskreises

Die nächste Pressemitteilung soll nach der kommenden Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse veröffentlicht werden. Diese ist für Mittwoch, 25. November 2026, angekündigt.

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