Mobiler Makerspace begeistert Hohenloher Schüler

Achtklässler entdecken drei Tage lang Lasercutter, 3D-Druck und mehr – unterstützt von Lehrkräften und Medienzentrum

Mobiler Makerspace begeistert Hohenloher Schüler
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Crailsheim

Eine mobile Werkstatt mit innovativen Technologien wie Lasercutter, Stickmaschine und 3D-Drucker besuchte erstmals Hohenlohe und begeisterte dort zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Drei Tage lang konnten Achtklässlerinnen und Achtklässler an verschiedenen Stationen kreativ werden und eigene Projekte umsetzen. Die Initiative wurde vergangene Woche im Verwaltungsrat des Landesmedienzentrums vorgestellt und erfreute sich großer Unterstützung auf Landes- wie auf kommunaler Ebene.

Technik hautnah erleben: Das mobile Makerspace-Angebot

Das sogenannte Makerspace-Mobil bringt technische Bildung und moderne Geräte direkt an die Schulen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen praxisnahe Erfahrungen mit innovativen Fertigungsmethoden zu ermöglichen. Dabei standen Werkzeuge wie Lasercutter, 3D-Drucker und Stickmaschinen bereit, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig genutzt wurden.

Anders als im klassischen Frontalunterricht konnten die Jugendlichen weitgehend frei entscheiden, an welchen Stationen sie arbeiten oder was sie gestalten wollten. Dieses selbstbestimmte Lernen wurde von den Lehrkräften Lea Susteric und Anita Stirmer sowie dem Team des Kreismedienzentrums Schwäbisch Hall begleitet. Das Motto der Tage lautete: „Lernen durch Machen!“.

Das Konzept Makerspace

Die Realschule am Karlsberg setzt bereits verstärkt auf technische Bildung und fördert Kreativität durch Arbeitsgemeinschaften und Workshops, beispielsweise rund um den 3D-Druck. Die Freiheit, eigene Projekte auszuprobieren, wurde von den Jugendlichen schnell angenommen: Nach einer kurzen Eingewöhnung herrschte reger Betrieb an allen Stationen.

Stationen und Angebote: Von 3D-Modellierung bis Studioarbeit

  • 3D-Modellierung und 3D-Druck
  • Maschinenstickerei
  • Schneideplotter für individuelle Designs
  • Ein eigens eingerichtetes Studio für Ton- und Videoaufnahmen
  • Viele Technikangebote konnten sogar auf dem Schulhof ausprobiert werden. Am letzten Tag der Aktion ging die Reise des Makerspace-Mobils weiter zum Regionalen Zentrum für Flügelau, wo Schulen aus der Region dauerhaft Zugang zu kreativen Technologien erhalten.

    Stimmen und Unterstützung aus der Region

    Das Projekt stieß auf breite Zustimmung: „Es freut mich besonders, dass ein Beispiel wie dieses Engagement auf Landesebene ganz konkret bei uns Wirkung entfalten kann,“ erklärte ein Vertreter. Auch die Stadtverwaltung wertschätzte das Engagement ausdrücklich. Schulleiter Ulrich Kern appellierte an die Schülerinnen und Schüler: „Jetzt könnt ihr ins Tun kommen, etwas gestalten und herstellen. Seid einfach mutig und kreativ.“

    Ein Sprecher des Landesmedienzentrums hob die Rolle der Realschule am Karlsberg hervor und bedankte sich bei allen, die solche zukunftsweisenden Bildungsinitiativen unterstützen.

    Zukunftspläne und Perspektiven

    Um die technische Bildung weiter voranzubringen, plant das Landesmedienzentrum, das Angebot auszubauen: Von aktuell zwei sollen im kommenden Jahr acht mobile Makerspaces zur Verfügung stehen. Damit erhalten noch mehr Schulen in der Region die Möglichkeit, moderne Technik erlebbar zu machen.

    Besondere Beteiligte

    Zum Ende der Aktion begleiteten zahlreiche Vertreter die Schülerinnen und Schüler beim Makerspace-Mobil – darunter Ulrich Kern (Schulleiter), Dr. Christoph Grimmer (Oberbürgermeister), Thilo Kraft, Thorsten Belzer und Lien Ha Duong Viet.

    Mit innovativen Ansätzen und engagierten Lehrkräften setzt die Region ein klares Zeichen für moderne Bildung. Hohenlohe bleibt damit Vorreiter für digitale und kreative Lernkonzepte, die über den Unterricht hinaus wirken.

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