Schüler kartieren Wildbienenvielfalt

Äthe-Kollwitz-Schule engagiert sich im Projekt mit NABU und erhält Auszeichnung als „Hummelexperten“

Schüler kartieren Wildbienenvielfalt
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Crailsheim

Seit nunmehr neun Jahren engagiert sich die Stadt mit dem Projekt „Wildbienenbestand kartieren“ aktiv für den Schutz und das Verständnis von Wildbienen. Dieses Jahr beteiligte sich die 6. Klasse der Äthe-Kollwitz-Schule an dem traditionsreichen Vorhaben, um die Bestände dieser wichtigen Insekten zu dokumentieren. Wie in den vergangenen Jahren bildete die Präsentation der Ergebnisse einen zentralen Bestandteil, wobei besonders die Bedeutung der Stadtbienen hervorgehoben wurde.

Nachwuchs engagiert sich für den Umweltschutz

Jörg hieß die Schülerinnen und Schüler herzlich willkommen und unterstrich die Relevanz des Umweltschutzes für alle Generationen. Er betonte: „Ihr habt beobachtet, gezählt, dokumentiert und analysiert – mit viel Neugier, Sorgfalt und Begeisterung. Dafür danke ich euch herzlich.“ Das Projekt schätzt nicht nur die Forschungsarbeit der jungen Teilnehmenden, sondern legt auch Wert auf eine nachhaltige Pflege öffentlicher Flächen und umfassende Umweltbildung.

Konstruktive Zusammenarbeit für nachhaltige Ziele

Die Projektleitung würdigte zudem die NABU-Ortsgruppe, die als Wildbienenexperte regelmäßig neue Impulse setzt und mit ihrem Fachwissen das Projekt maßgeblich unterstützt. Auch der Bezirksimkerverein, der Baubetriebshof sowie weitere lokale Akteure wurden für ihre Koordination und ihr Engagement hervorgehoben. Steuler betonte dabei die Bedeutung der engagierten Bürgerinnen und Bürger, ohne die das Projekt nicht möglich wäre.

Präsentation der Projektergebnisse

Unterstützt von Lehrerin Katrin Brosi trugen die Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen und Erkenntnisse mithilfe von Bildern und kurzen Videos vor. Deutlich wurde, wie umfangreich die Kartierungen ausgefallen sind und wie viele Details die jungen Forscherinnen und Forscher festgehalten haben.

Im Fokus standen dabei die Vielfalt und Artenreichtum der beiden untersuchten Flächen. Zu den dokumentierten Arten zählten unter anderem die „Goldene Schneckenhausbiene“ und die „Gelbbindige Furchenbiene“. Die Ergebnisse belegen die biologische Vielfalt im Stadtgebiet und unterstreichen die Bedeutung nachhaltiger Pflege urbaner Lebensräume.

Anerkennung für die Teilnehmenden

Rainer Prosi zeigte sich von dem Engagement und Wissensdurst der Klasse beeindruckt und ehrte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Zertifikat „Hummelexperten“. Bereits kurz nach Abschluss der Kartierungsaktion im Sommer erhielt die Gruppe einen Eisgutschein als Anerkennung von der Stadt. Zum Abschluss nahmen die frisch gebackenen Hummelexpertinnen und -experten stolz ihre Urkunden sowie kleine Honiggläser mit dem Stadtbienenhonig entgegen.

Vielfältige Projekte und Ausblick auf die Zukunft

Das Projektjahr 2025 blickt auf zahlreiche Aktionen zurück. Neben der Wildbienenkartierung organisierte Franziska Zumpfe eine beliebte Pflanzentauschbörse auf dem Marktplatz, gemeinsam mit dem Jugendzentrum wurde eine Benjeshecke angelegt und die Volkshochschule bot ergänzende Veranstaltungen rund um das Thema Biodiversität an. Jüngst wurden zudem Staudenbeete rund um den Kreisverkehr Dr.-Bareilles-Straße neu bepflanzt – ein weiteres Zeichen für den gelebten Naturschutz im Stadtgebiet.

Für 2026 sind neue Initiativen bereits in Planung: Schilder an Blühwiesen sollen erneuert, zusätzliche Totholzbereiche und Eidechsenhabitate ausgewiesen werden. Auch im kommenden Jahr wird die Äthe-Kollwitz-Schule mit einer weiteren Klasse das Kartierungsprojekt engagiert fortführen.

Das Projekt „Wildbienenbestand kartieren“ zeigt, wie erfolgreich Umweltbildung, nachhaltiges Engagement und die Zusammenarbeit verschiedener Partner zum Schutz wichtiger Arten beitragen können. Mit innovativen Ideen und tatkräftigem Nachwuchs blickt die Initiative optimistisch in die Zukunft.

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