Stadt ehrt nachhaltige Projekte mit 1.000 Euro

Preisverleihung bei den Spielewelten zeichnet Schulen, Vereine und Jugendgruppen für Klima- und Umweltschutz aus

Stadt ehrt nachhaltige Projekte mit 1.000 Euro
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Crailsheim

Herzblut, Kreativität und zukunftsorientiertes Denken prägten die diesjährige Preisverleihung während der Spielewelten auf der Festwiese. Bei bestem Sommerwetter würdigte die Stadt herausragendes Engagement für Nachhaltigkeit unter den Teilnehmenden. Die Freude über diese Anerkennung war in den Gesichtern der Preisträgerinnen und Preisträger deutlich spürbar. „Ich freue mich, meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen zu können und diesen Preis zu übergeben. So einen Rahmen durfte ich noch nie erleben“, gab ein Gewinner erfreut zu Protokoll.

Vielfältige Beteiligung und nachhaltige Konzepte

Die Veranstaltung war geprägt von einer beeindruckenden Beteiligung aus unterschiedlichen Bereichen. Ein Verantwortlicher betonte: „Wir hatten insgesamt sehr viele Bewerbungen und einen umfassenden Ansatz. Mehrere Gesamtkonzepte wurden gefasst, jedes einzelne hatte gute Chancen auf den Preis.“ Dabei wurde dem Aspekt des nachhaltigen Handelns besondere Bedeutung beigemessen: „Ich denke, es geht darum, nachhaltig zu handeln.“

Der Preisträger erhielt nicht nur eine Urkunde, sondern auch ein Preisgeld, das zur weiteren Umsetzung nachhaltiger Projekte beitragen soll. Der erste Vorsitzende nahm die Ehrung mit sichtlicher Freude entgegen und betonte: „Ich hätte niemals daran gedacht, dieses Projekt zu vertreten und diesen Preis entgegenzunehmen.“

Besonderer Dank galt zudem den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern. Der Beitrag der städtischen Integrationsmanagerinnen wurde dabei ausdrücklich hervorgehoben. Ebenso erhielten die Bewohnerinnen und Bewohner Anerkennung für ihr Engagement, das nachhaltige Beziehungen im Stadtteil ermöglicht hat.

Tradition und Innovation in Hohenlohe

Die Region Hohenlohe lebt vom Zusammenspiel aus Tradition, Engagement und Innovation. Der erste Standort der Unternehmerfamilie Leonard Weiss, selbst in der Brunnenstraße aufgewachsen, steht beispielhaft für dieses Miteinander. Die vierte Unternehmergeneration legt Wert darauf, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben und regt weitere Unternehmen an, sich mit ihrer Geschichte kritisch auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Ein Vorstandsmitglied schilderte den Anfang: „Zunächst haben wir zwei Stühle bemalt und darauf gewartet, dass Bewohner kommen. Wir hatten Spaß beim Spielen, dann kamen die Erwachsenen dazu.“ Diese Erinnerungen wurden durch den musikalischen Beitrag von Florian Mast und seinen Kindern Lyzet Shun mit mexikanischen Klängen untermalt, was dem Nachmittag eine besondere Atmosphäre verlieh.

Die Initiative „Zukunftswerk“ e.V. führt das Projekt „Tamieh“ – das rückwärts gelesene Wort für „Heimat“ – und möchte das Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts als lebendigen Treffpunkt gestalten. Im Zentrum steht die Bauhütte, ein Projekt mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und dem Wiederverwenden von Materialien. Darüber hinaus setzt sich der Verein für gesellschaftlichen Zusammenhalt, kulturellen Austausch und Bildung ein. Am 6. und 7. September präsentiert der Verein den „Fliegerhorstsommer“ unter dem Motto „Feuer, Wasser, Erde, Luft“ und vereint damit sämtliche Leitgedanken.

Nachhaltigkeitspreis: Anerkennung für vorbildliches Engagement

Seit dem Schuljahr 2023/2024 vergibt die Stadt jährlich einen mit 1.000 Euro dotierten Nachhaltigkeitspreis. Dieser Preis würdigt besonders engagierte Projekte in den Bereichen Klima-, Natur- und Artenschutz sowie Energie und Mobilität. Teilnehmen können Schulen, Klassen, Vereine und Jugendgruppen aus dem Stadtgebiet.

  • Ausgezeichnet werden sowohl erfolgreich umgesetzte Projekte als auch kreative Ideen mit Vorbildcharakter.
  • Eine unabhängige Jury aus Stadtvertreterinnen und Stadtvertretern, Mitgliedern des Gemeinde- und Jugendgemeinderats sowie Umweltverbänden entscheidet über die Preisträgerinnen und Preisträger.
  • Das Ziel des Preises ist es, nachhaltiges Handeln sichtbar zu machen und neue Initiativen zu inspirieren.
  • Gesichter der Initiative und des Engagements

    Das gemeinsame Treffen war geprägt von zahlreichen Persönlichkeiten, die das Projekt tragen und fördern. Zu den Anwesenden zählten unter anderem:

    • Ute Stirn (Projekt Stadtbiene)
    • Helene Urbain (städtische Klimaschutzmanagerin)
    • Derya Janneh
    • Wolfgang Hager (Hausmeister)
    • Peter Gansky (Jury-Mitglied)
    • Jörg Steuler (Sozial- und Baubürgermeister)
    • Vertreter des Vereins: Susanne Hammer (Gründerin), Markus Stettner-Ruff (Projektentwicklung), Sebastian Rost (Filmemacher), Gabriele Mack (Vernetzerin), Daniel Kirsch (Verbindungsmanager), Andreas Fritz (Grün-Experte)
    • Der Austausch und die Zusammenarbeit dieser Akteurinnen und Akteure sind ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs der Initiativen im Stadtteil.

      Blick nach vorne: Veranstaltungen und Kontakt

      Die Initiative lädt am 6. und 7. September zum „Fliegerhorstsommer“ ein und möchte weitere Impulse für ein nachhaltiges Miteinander setzen.

      Weitere Informationen, Bildmaterial oder Rückfragen können an das Ressort Digitales & Kommunikation gerichtet werden.

      Die diesjährige Preisverleihung unterstreicht, wie gelebte Nachhaltigkeit, Gemeinschaftssinn und Kreativität ein Stadtviertel prägen und motivierende Impulse für die Zukunft setzen können.

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