30 Jahre Städtefreundschaft Donaueschingen–Kaminoyama

Ein Jubiläum voller Kultur, Begegnungen und internationalem Austausch

30 Jahre Städtefreundschaft Donaueschingen–Kaminoyama
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Donaueschingen

Donaueschingen und die japanische Partnerstadt Kaminoyama blicken 2025 auf 30 Jahre einer lebendigen Städtepartnerschaft zurück. Vom 26. bis 29. Juni 2025 wurde dieses Jubiläum in Donaueschingen mit einem festlichen und abwechslungsreichen Wochenende gefeiert. Vertreterinnen und Vertreter aus beiden Städten kamen zusammen, um die langjährige Freundschaft zu würdigen und neue Impulse für den interkulturellen Austausch zu setzen.

Ein Fest voller Begegnungen und kultureller Höhepunkte

Das viertägige Jubiläumsprogramm bot einen bunten Mix aus offiziellen Empfängen, kulturellen Darbietungen und gemeinsamen Aktivitäten. Jeder Tag hatte einen eigenen thematischen Schwerpunkt und trug zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Donaueschingen und Kaminoyama bei.

  • Donnerstag: Ein herzliches Auftakttreffen stimmte die Gäste auf das Festwochenende ein.
  • Freitag: Der Tag begann mit einem offiziellen Empfang im Sitzungssaal der Stadt Donaueschingen mit Ehrengästen und der deutsch-japanischen Gesellschaft. Eine besondere Führung und ein gemeinsames Essen symbolisierten das langjährige Miteinander beider Städte.

    Im Anschluss begeisterte die Klanginstallation "Soundmark" im Karlsgarten, die mit einer sinnlich-ästhetischen Klangcollage noch dauerhaft zu erleben ist.

    Beim abendlichen Festakt im Spiegelsaal des Fürstenbergischen Schlosses sorgte das Zither-Bass-Trio Koyama für musikalische Akzente. Eine Videobotschaft von Fußballstar Ritsu Doan und dessen handsigniertes Originaltrikot setzten emotionale Höhepunkte. Das festliche Dinner, eingerahmt von Livemusik und floraler Dekoration, lud zum Austausch bis spät in die Nacht ein.

  • Samstag: Gemeinsame Wanderungen auf dem Mokichi-Saitō-Weg, Stadterkundungen und kulturelle Workshops wie Origami und Kalligrafie bestimmten den Tag. Am Abend brachten regionale Spezialitäten und Musik in einer Schwarzwälder Hütte die Gäste zusammen.

  • Sonntag: Der Tag startete mit einer Brauereiführung durch Geschäftsführer Michael Huschens in der Fürstlich Fürstenbergischen Brauerei, gefolgt von einer Bierprobe im Bräustüble. Nach einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedeten sich die Delegationen—mit viel Wehmut, aber auch Vorfreude auf das nächste Wiedersehen.

    Kulturelle Verflechtungen und bewegende Momente

    Die Feierlichkeiten wurden durch zahlreiche kreative Beiträge ergänzt. Das Kinderprogramm im Zunftmuseum, darunter das Basteln von Samurai-Papierhüten, Origami und Kalligrafie, förderte die Begegnung auch der jüngeren Generationen. Ein musikalischer Dankesbeitrag mit japanischem Volkslied, umgedichtet von Tetsuya Katagiri, würdigte die Hilfen nach der Katastrophe 2011 und unterstrich den engen Zusammenhalt.

    Höhepunkte wie der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, der festliche Empfang im Kaminzimmer des Rathauses und das gemeinsame Essen im Fürstlichen Esszimmer boten Raum für offizielle Würdigungen und persönlichen Austausch. Ehrengäste und Offizielle aus Japan, Frankreich und Deutschland, darunter Tomomi Kawasaki (Vorsitzender des Stadtrats Kaminoyama), Erik, Yuko Gö und Karin, machten die Feier zu einem internationalen Treffen der Freundschaft.

    Bleibende Eindrücke und der Blick in die Zukunft

    Der Abschied fiel vielen schwer, doch ein Wiedersehen ist in fünf Jahren fest eingeplant. Mit einem traditionellen Empfang des Generalkonsuls Bessho und bewegenden Momenten vor dem Hotel Hirschen klang das Jubiläum aus.

    Diese Partnerschaft wird durch die gemeinsame Erinnerung an bedeutende Momente und die Freude an weiteren Begegnungen getragen. Donaueschingen und Kaminoyama setzen damit ein Zeichen für nachhaltige internationale Beziehungen im kommunalen Kontext.

    Hintergrund: Städtepartnerschaften als Brücken zwischen Kulturen

    Das Beispiel Donaueschingen-Kaminoyama verdeutlicht, wie Städtepartnerschaften den kulturellen Austausch, das gegenseitige Verständnis und die Verbundenheit zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern fördern können.

    Weitere Informationen und Kontakt

    Das Festwochenende hat bewiesen: Städtepartnerschaften leben vom Engagement vieler Einzelner – und von der Bereitschaft, Brücken zu bauen, die über Grenzen hinweg Bestand haben.

    Weitere Bilder

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