Donaueschingen empfängt Gäste aus Saverne
Besuch der Partnerstadt mit Rückblick auf den Élysée-Vertrag und Infos zu neuen Stadtentwicklungen

Donaueschingen hat Besucherinnen und Besucher aus der Partnerstadt Saverne empfangen. Anlass war der Besuch der Saverner Freunde am 5. Mai. Im Rathaus wurden die Gäste mit Glas Sekt begrüßt, bevor ein Programm begann, das historische Bezüge, städtepartnerschaftlichen Austausch und Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Stadt miteinander verband.
Begrüßung im Rathaus und Rückblick auf die Partnerschaft
Der Empfang im Rathaus stand im Zeichen der langjährigen Verbindung zwischen Donaueschingen und Saverne. Ein historischer Rückblick erinnerte an die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft. Dabei wurde auf den Élysée-Vertrag verwiesen, den Charles de Gaulle und Konrad Adenauer 1963 unterzeichneten und der nach Darstellung der Mitteilung den Grundstein für eine neue Phase der Zusammenarbeit legte.
Auch die Entwicklung der Partnerschaft selbst wurde erwähnt: Bereits 1964 entstand in Saverne eine Gruppe, ein Jahr später wurde die deutsch-französische Gesellschaft gegründet. Die Mitteilung betont zudem, dass die französischen Mitbürger das Leben in vielerlei Hinsicht bereicherten und die Verbundenheit bis heute durch gemeinsame Begegnungen, Feste und Märkte lebendig bleibe.
Städtepartnerschaft als Thema in bewegten Zeiten
Gerade in einer Zeit gesellschaftlichen und politischen Wandels sei die Pflege der Städtepartnerschaft wichtiger denn je, heißt es in der Mitteilung. Damit wurde der Besuch nicht nur als freundliches Treffen, sondern auch als Zeichen für den Fortbestand und die Bedeutung der grenzüberschreitenden Beziehungen verstanden.
Mittagessen, Rundfahrt und Informationen zur Stadtentwicklung
Nach einem gemeinsamen Mittagessen vom reichhaltigen Buffet im Restaurant Ochsen ging es für einen Teil der Gruppe weiter. Auf dem Programm stand eine Fahrt dorthin, wo Brigach und Breg Donau bringen. Dort erläuterte Bernhard Kaiser Zukunftspläne für das ehemalige Kasernengelände, das von der Stadt erworben wurde und auf dem künftig rund 400 Wohnungen entstehen sollen.
Am Zusammenfluss selbst berichtete Bernhard Kaiser sachkundig über die umfangreiche Renaturierung des Areals, die teilweise mit Fördermitteln der Europäischen Union ermöglicht wurde. Zudem wurde auf einen Kilometerstein hingewiesen, an dem die offizielle Länge der Donau mit 2.779,898 Kilometern angegeben ist. Die Mitteilung betont allerdings, dass sich diese Zahl durch das stetige Wachstum des Donaudeltas immer wieder verändert.
Donauquelle, Symbolik und kulturelles Rahmenprogramm
Besondere Aufmerksamkeit fand auch die große Holzmurmelbahn am Donauzusammenfluss. Sie symbolisiert die Stationen des Flusses auf seinem Weg durch zehn europäische Länder bis ins Schwarze Meer. Der Bezug zur Donau zog sich damit als inhaltlicher roter Faden durch den gesamten Besuch.
Für Gäste, denen der Spaziergang zu beschwerlich war, bot Nicole Nivoley parallel eine Führung durch die Kunstausstellung im regionalen Bartók-Saal an. Den Tag ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich in geselliger Runde im Café ausklingen.
Abschluss im Rathaus
Zum Ende des Besuchs traf sich die Gruppe im Sitzungssaal des Rathauses noch bei Kaffee und Kuchen in der Hofkonditorei Hengstler. Damit fand der Tag in einem freundlichen und persönlichen Rahmen seinen Abschluss.
Donaueschingen als Ziel am Ursprung der Donau
Die Mitteilung verweist außerdem auf die Donaueschinger Donauquelle als besondere Sehenswürdigkeit der Stadt. Donaueschingen wird darin als Donauquellstadt beschrieben, in der Besucherinnen und Besucher am Donauquellort im Schlosspark Ursprung und Mythos des internationalsten aller Flüsse erleben können. Weitere Informationen werden unter www.donaueschingen.de/donauquelle angegeben.
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