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Film „Karla“: Ein Blick auf ein dunkles Kapitel

Guckloch Kino zeigt bewegendes Drama über sexuellen Missbrauch und gesellschaftliche Strukturen der 1960er Jahre

Von Redaktionsteam Donaueschingen06.10.25, 14:22

In diesem Artikel

EK
Elise Krieps
RB
Rainer Bock
CT
Christina Tournatzé
YG
Yvonne Görlach

Das guckloch Kino in Donaueschingen präsentiert am Montag, den 13. Oktober 2025, um 20:00 Uhr den Film "Karla" in der Originalfassung auf Deutsch. Die Vorführung greift ein bewegendes und gesellschaftlich relevantes Thema auf und richtet sich auch an ein Publikum ab 12 Jahren. Der Film wird zwei Tage später, am 15. Oktober, ebenfalls im guckloch Kino in Villingen gezeigt.

Ein sensibler Film über Kinderschutz und Justiz

"Karla" schildert die Geschichte eines zwölfjährigen Mädchens, das nach einem Familienausflug die Flucht ergreift und sich bei einer Polizeistation offenbart. Sie berichtet über wiederholte sexuelle Belästigung, Bedrängung und Missbrauch durch ihren Vater. Die Handlung basiert auf einem tatsächlichen Gerichtsprozess aus Bayern im Jahr 1962, dessen Akten von der Drehbuchautorin sorgfältig recherchiert und als Basis genutzt wurden.

Die Herausforderung der Aufklärung

Obwohl das Grundgesetz die Würde und Unversehrtheit von Kindern schützt, zeigen die Ereignisse im Film, wie schwierig die juristische Aufarbeitung solcher Fälle sein kann. Karla fällt es schwer, konkrete Aussagen zum Geschehen zu machen. Ein sensibler und geduldiger Polizist setzt alles daran, im Gespräch mit dem Mädchen Klarheit über die Umstände zu gewinnen.

Kurz erklärtpatriarchalisch

Patriarchalisch bezeichnet eine Gesellschaftsform oder Strukturen, in denen Männer eine dominante oder führende Rolle innehaben, insbesondere in Familie, Politik oder Gesellschaft.

Regie, Schauspiel und Auszeichnungen

Die Regisseurin, für die es sich um ihren ersten Kinofilm handelt, setzt das schwierige Thema einfühlsam und niemals voyeuristisch in Szene. Dadurch gelingt es, die Leidensgeschichte des Mädchens respektvoll und ohne Effekthascherei zu erzählen. Gleichzeitig gewährt der Film Einblicke in die gesellschaftlichen und patriarchalischen Strukturen der frühen 1960er Jahre.

  • Elise Krieps überzeugt in der Hauptrolle als Karla.
  • Rainer Bock spielt die Rolle des Richters Lamy.
  • Regisseurin Christina Tournatzé wurde mit dem "Förderpreis Neues Deutsches Kino" ausgezeichnet.
  • Yvonne Görlach erhielt den Preis für das beste Drehbuch.
  • Kino-Termine und öffentliche Resonanz

    Der Film wird in Donaueschingen am 13.10.2025 und in Villingen am 15.10.2025 im guckloch Kino gezeigt. Die sensible Inszenierung könnte eine wichtige gesellschaftliche Diskussion über Kinderschutz, Aufklärung und die Rolle der Justiz anstoßen.

    Ergänzend zur Filmvorführung wurde der Presse auch Bildmaterial der Stadtverwaltung bereitgestellt.

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    Foto: musikfreunde-donaueschingen.deBild 1 von 2

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