Filmvorführung im guckloch-Kino: „Das Verschwinden des Josef Mengele“
Montag, 10. August 2026, 20 Uhr im OmU-Format (Deutsch, Portugiesisch, Spanisch, Ungarisch), freigegeben ab 12 Jahren, 102 Minuten

Filmvorführung im guckloch-Kino
Im guckloch-Kino in Donaueschingen wird am Montag, 10. August 2026, um 20 Uhr der Film „Das Verschwinden des Josef Mengele“ gezeigt. Veranstaltungsort ist das guckloch-Kino, An der Donauhalle 5.
Die Vorführung findet in OmU statt, in Deutsch, Portugiesisch, Spanisch und Ungarisch.
Angaben zum Film
„Das Verschwinden des Josef Mengele“ ist eine Produktion aus Frankreich, Deutschland und weiteren Ländern aus dem Jahr 2025. Der Film hat eine Laufzeit von 102 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben.
Regie führte Kirill Serebrennikov, das Buch stammt von Olivier Guez und Kirill Serebrennikov. Die Kamera übernahm Ladislav Opelyants, der Schnitt Hansjörg Weißbrich. Produziert wurde der Film von Charles Gillibert und Ilya Stewart. Zu den Darstellerinnen und Darstellern zählen August Diehl, Maximilian Meyer-Bretschneider, David Ruland, Friederike Becht und Burghart Klaußner.
Beim Deutschen Filmpreis 2026 war der Film für sieben Lolas nominiert, unter anderem in den Kategorien Bester Film, Beste Kamera und Bester Hauptdarsteller.
Inhalt
Der Film setzt im Sommer 1956 ein. Josef Mengele, der frühere KZ-Arzt von Auschwitz, reist zu einer Familienfeier in seine Heimatstadt Günzburg. Er nutzt dafür einen Reisepass der Bundesrepublik Deutschland, der auf seinen echten Namen von der deutschen Botschaft in Buenos Aires ausgestellt worden war. Der Film beginnt mit seiner Ankunft am Stuttgarter Flughafen. Wenige Wochen später kehrt er unbehelligt nach Argentinien zurück, wo 1958 die Hochzeit mit seiner zweiten Ehefrau stattfindet.
Der Film ist laut Mitteilung kein Biopic über eine Nazigröße. Er wechselt im Wesentlichen zwischen zwei Zeitebenen, den Jahren 1956 bis etwa 1962 sowie dem Jahr 1977.
Nach der Entführung Adolf Eichmanns durch den israelischen Geheimdienst fürchtet Mengele ein ähnliches Schicksal und taucht in Brasilien unter. Dort wird er 1977 von seinem knapp 20-jährigen Sohn besucht, der Antworten verlangt. Eine Verständigung kommt jedoch nicht mehr zustande. Der verarmte Mengele wird als weiterhin von Hass geprägt beschrieben und ohne Verständnis für die Verhältnisse im Deutschland der 1970er Jahre.
Zum Regisseur
Kirill Serebrennikov war bereits in Russland ein gefeierter Theaterregisseur, als er 2020 zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. 2022 konnte er flüchten. Seitdem lebt er in Hamburg, arbeitet erfolgreich als Opernregisseur und dreht weiterhin Filme. Seine Bildsprache wird in der Mitteilung als opernhaft beschrieben.
Historischer Hintergrund
Josef Mengele starb 1979 in Brasilien bei einem Badeunfall. Zu diesem Zeitpunkt galt er als der weltweit meistgesuchte Nazi-Verbrecher. Seine Identität wurde erst 1992 durch eine DNA-Analyse endgültig geklärt. Lebenslange Kontakte zur Familie in Günzburg wurden vermutet, konnten laut Mitteilung jedoch nie bewiesen werden.
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