Magische Schatzsuche: „La Chimera“ im Kino

Am 7. Juli zeigt das guckloch Kino in Donaueschingen den vielfach ausgezeichneten Film in zwei Fassungen

Magische Schatzsuche: „La Chimera“ im Kino
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Donaueschingen

Das guckloch Kino in Donaueschingen präsentiert am Montag, den 07. Juli 2025, eine besondere Filmvorführung des international viel beachteten Werks "La Chimera". Filmfans dürfen sich auf zwei Aufführungen freuen: Um 17:00 Uhr in deutscher Fassung sowie um 20:00 Uhr in der Originalfassung mit Untertiteln (italienisch, englisch u.a.). Als cineastisches Highlight steht das Werk von Regisseurin Alice Rohrwacher im Mittelpunkt, das bereits bei renommierten Festivals ausgezeichnet wurde.

Details zur Filmvorführung

  • Datum: Montag, 07.07.2025
  • Uhrzeit: 17:00 Uhr (deutsche Fassung), 20:00 Uhr (OmU: italienisch, englisch u.a.)
  • Ort: guckloch Kino, Donaueschingen
  • FSK: ab 12 Jahren
  • Filmlänge: 131 Minuten
  • Regie: Alice Rohrwacher
  • Drehbuch: Carmela Covino, Marco Pettenello
  • Kamera: Élène Louvart
  • Schnitt: Nelly Quettier
  • Produktion: Carlo Cresto-Dina, Paolo Del Brocco (Tempesta, Rai Cinema, Ad Vitam Production)
  • Hauptdarsteller:innen: Josh O'Connor, Carol Duarte, Vincenzo Nemolato, Alba Rohrwacher
  • Festivals und Auszeichnungen:
    • David di Donatello 2024: 13 Nominierungen
    • Europäischer Filmpreis 2023: Bestes Produktionsdesign
    • Eine magisch-reale Reise durch die 1980er Toskanalandschaft

      "La Chimera" entführt seine Zuschauer in die toskanische Provinz zu Beginn der 1980er Jahre. Eine überwucherte Villa, in der die ältere Flora – gespielt von Isabella Rossellini – sehnsüchtig auf ihre verschwundene Tochter wartet, bildet den atmosphärischen Ausgangspunkt. Währenddessen kämpft eine Gruppe Heimatloser, untergebracht in notdürftigen Unterkünften am Bahnhof, ums Überleben. Die Grenzen zwischen Kunst und Kriminalität verschwimmen: Ob Künstler oder Ganoven – sie sind kaum unterscheidbar.

      Im Mittelpunkt steht der junge Engländer Josh, der in Italien gestrandet ist und von Tagträumen sowie der Sehnsucht nach der verlorenen Benjamina geprägt wird. Dank einer besonderen Gabe – mit der Wünschelrute kann er antike Kunstschätze aufspüren – wird Josh in die Welt der Grabräuber hineingezogen. Mit seinen Kumpanen verkauft er archäologische Funde aus etruskischer Zeit an wohlhabende Sammler.

      Archäologie als Spiegel der Seele

      Regisseurin Alice Rohrwacher nutzt die archäologischen Ausgrabungen nicht nur als Handlungsmotiv, sondern auch als Metapher für tieferliegende seelische Schichten. Sie taucht in Joshs Psyche ein, indem sie Schicht um Schicht freilegt, was unter der Oberfläche verborgen liegt. Die im Film geborgenen Schätze stehen letztlich auch symbolisch für ein Italien, das mit seinen eigenen Identitätsfragen ringt – Schimären, die beim Hervortreten ins Licht schnell wieder verblassen.

      "La Chimera" bewegt sich elegant zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Realität und Magie. Der Film lädt das Publikum dazu ein, sich auf einen Tagtraum einzulassen, der gleichermaßen faszinierend wie rätselhaft bleibt.

      Weitere Vorstellungen und Kontakt

      Wer die Premiere am 7. Juli 2025 verpasst, erhält eine weitere Chance: Am 9. Juli 2025 wird der Film nochmals im guckloch Kino in Villingen gezeigt.

      Interessierte erhalten weitere Informationen beim Amt Kultur der Stadt Donaueschingen. Die Veranstalter erhoffen sich eine rege Teilnahme an den Vorführungen dieses außergewöhnlichen Films, der bereits im Vorfeld auf großes Interesse im In- und Ausland gestoßen ist.

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