Naima: Kampf um Anerkennung in der Schweiz
Venezolanische Migrantin im Fokus – Filmvorführung im guckloch Kino Donaueschingen am 10. November 2025

Am Montag, den 10. November 2025, steht im guckloch Kino in Donaueschingen ein besonderes Kinoereignis bevor: Der Film "Naima" wird um 20:00 Uhr in Originalfassung mit deutschen und spanischen Untertiteln gezeigt. Die Veranstaltung verspricht einen eindrücklichen Einblick in das Leben und die Herausforderungen einer Migrantin in der Schweiz.
Handlung und Thematik von "Naima"
Der 98-minütige Film begleitet Naima, eine 46-jährige Frau aus Venezuela, die trotz Marketingabschluss in der Schweiz im Niedriglohnsektor ihren Lebensunterhalt bestreiten muss. Die familiäre Situation ist angespannt: Ihre Kinder leben entfremdet beim Ex-Mann. Nach einer erneuten Kündigung sucht Naima beim Arbeitsamt um eine Ausbildung und erhält schließlich einen Platz zur Pflegefachfrau.
Doch ihr Weg bleibt steinig. Während die Patienten ihren Humor schätzen, vermissen die Kolleginnen und Kollegen professionelle Distanz. Das Praktikum scheitert, Naima droht an den Herausforderungen zu zerbrechen und muss lernen, für sich selbst einzustehen. Die Filmemacherinnen gewähren einen sensiblen Blick hinter die Kulissen alltäglicher Vorurteile und zeigen eine Protagonistin, die allen Widerständen zum Trotz um gerechte Teilhabe kämpft.
Positionierung jenseits medialer Klischees
Der Film will mit dem Bild der sogenannten „bedrohlichen Gruppe“ von Migrant*innen brechen und ihnen in ihrer Lebensrealität eine Stimme geben. "Naima" soll Mut machen, für die eigenen Rechte einzustehen und Herausforderungen aktiv anzugehen.
Hintergründe: Migration, Integration und persönliche Belastungen
"Naima" verdeutlicht den Unterschied zwischen sogenannten Expats und Migrant*innen: Während viele privilegierte Expats mit guten Voraussetzungen ins Ausland starten, kämpfen andere trotz anerkannter Abschlüsse mit erschwerten Zugängen zu Bildung und Beruf. Dies kann gravierende gesundheitliche und psychische Folgen haben und den Weg zur Integration zusätzlich erschweren.
Die Filmemacherin Anna Thommen, bekannt durch Werke wie „Unser Neuland“ (2013) und „Volunteer“ (2019), setzt sich erneut mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinander. Ihr Ziel: Publikum zum Nachdenken anzuregen und Veränderungsprozesse anzustoßen.
Festivals und Anerkennung
Die Auswahl von "Naima" für renommierte Festivals wie die Solothurner Filmtage und DOK Leipzig unterstreicht seine inhaltliche Relevanz und künstlerische Qualität.
Weitere Vorführungen
Für all jene, die den Filmtermin in Donaueschingen verpassen, gibt es eine weitere Gelegenheit in Villingen.
title="Julia Gröger"
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Bildmaterial
Das Pressematerial kann den beigefügten Dateien entnommen werden.
Fazit
"Naima" ist nicht nur ein cineastisches Erlebnis, sondern ein gesellschaftlich relevantes Werk, das aktuelle Herausforderungen von Migration und Integration in Europa eindrucksvoll beleuchtet. Die Filmvorführung bietet Raum für Reflexion und Diskussion – sowohl über persönliche Schicksale als auch über einen gesellschaftlichen Umgang mit Vielfalt.
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