Neues Urnengrabfeld E1 in Pfohren fertiggestellt

Nach rund zweimonatiger Bauzeit wurden Wege und Abgrenzungen angepasst – 60 Urnenbaumgräber als Pilot für die gärtnerische Aufwertung.

Neues Urnengrabfeld E1 in Pfohren fertiggestellt
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Donaueschingen

Grabfeld E1 auf dem Friedhof in Pfohren neu gestaltet

Auf dem Friedhof in Pfohren ist in den vergangenen Monaten das Grabfeld E1 nahe der Aussegnungshalle neu geplant und umgestaltet worden. Nach rund zweimonatiger Bauzeit sind die Arbeiten nun abgeschlossen. Die Friedhofsverwaltung hatte das Projekt vorbereitet, der Start der praktischen Umsetzung erfolgte am 22. April 2026 nach der Genehmigung des städtischen Haushalts im Frühjahr.

Geringe Nachfrage und Anpassungen als Anlass

Ausgangspunkt der Neugestaltung waren eine geringe Nachfrage nach den bisherigen Grabstätten im Bereich nahe der Kapelle sowie belegungsrechtliche Anpassungen. Die Friedhofsverwaltung nahm dies zum Anlass für eine grundlegende Überplanung des Bereichs.

Der Ortschaftsrat begleitete das Projekt von Beginn an eng. Bereits im Sommer 2025 brachte das Gremium den Wunsch ein, von der üblichen geometrisch-strengen Linienführung abzuweichen und stattdessen eine weichere Formensprache mit geschwungenen und runden Elementen umzusetzen. Dieser überarbeitete Entwurf wurde im Herbst 2025 vom Ortschaftsrat einstimmig beschlossen.

Gestaltung mit symbolischem Leitgedanken

Im Zentrum des neu gestalteten Grabfelds stehen zwei Bäume. Unter ihnen fügen sich jeweils 30 Urnenbaumgräber ein, insgesamt also 60 Plätze. Geschwungene Hecken und Heckenbögen markieren die Zugänge zum Grabfeld.

Nach Angaben der Stadt folgt die Gestaltung der Symbolik eines „Flusses des Lebens“. Anfang und Ende der Heckenpflanzen stehen dabei als grüner Lebensfaden für den Kreislauf aus Leben, Tod und Wiederkehr.

Ergänzt wird das Konzept durch offene und geschützte Bereiche, die einen Ort der Würde, des Friedens und der Erinnerung schaffen sollen. An mehreren Grenzen des Grabfeldes E1 wurden Pflanzwälle zur optischen Gestaltung und Auflockerung angelegt. Die Hecken sollen nicht nur in der Draufsicht, sondern auch in der Höhe mäandern.

Wegeführung und Abgrenzung überarbeitet

Auch die Wegeführung wurde angepasst. Die bislang kantige und lineare Führung zur Kapelle hin wurde etwas aufgelockert. Dabei wird die radiale Form der Hecke aufgegriffen, um den Friedhofsweg frühzeitig zu öffnen und die Wegeführung zu optimieren.

Im rechten Bereich des Grabfeldes dienen einzelne Pflanzbeete und Sträucher als Abgrenzung zum Grabfeld E2. Mehrere Steinbänke bieten Möglichkeiten zum Ausruhen und Verweilen. Das gesamte Feld wurde mit Rasen eingesät, um langfristig eine unkomplizierte und effiziente Pflege zu ermöglichen.

Pilotprojekt für weitere Friedhöfe

Das Vorhaben in Pfohren versteht die Stadt Donaueschingen als Pilotprojekt. Ziel ist es, Friedhöfe im Stadtgebiet gärtnerisch aufzuwerten und sie entsprechend den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger als Orte mit hoher Aufenthaltsqualität zu etablieren. Ein damit verbundener pflegerischer Mehraufwand wurde bei der Planung nach Angaben der Stadt bewusst berücksichtigt.

Umsetzung in Eigenleistung

Besonders hebt die Stadt die wirtschaftliche Umsetzung hervor. Das Projekt wurde durch die Eigenleistung von drei Friedhofsmitarbeitern geplant und baulich umgesetzt. Dadurch konnte das aufwendige Vorhaben kostengünstig realisiert und der Kostenrahmen von rund 25.000 Euro eingehalten werden.

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