Bunte Kunst belebt Öhringer Unterführung

Sieben Künstler verwandeln Hohenlohe Unterführung in ein kulturelles Highlight mit lokalen Motiven

Bunte Kunst belebt Öhringer Unterführung
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Öhringen

Die Hohenlohe Unterführung in Öhringen hat sich in wenigen Tagen von einem rein funktionalen, grauen Durchgang zu einem farbenfrohen Kunstwerk gewandelt. Seit der offiziellen Einweihung am 1. Oktober verbindet sie nicht nur Stadtteile, sondern auch Generationen und Kulturen – und setzt ein eindrucksvolles Zeichen für gelebte Heimatverbundenheit und bürgerliches Engagement.

Aus Grau wird Kunst: Sieben Talente gestalten die Unterführung neu

Im Rahmen des Kunstwettbewerbs „Kunst-unter-Wegs“ hatten vom 19. bis 30. September 2025 sieben Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, ihre kreativen Visionen mitten in Öhringen zu verwirklichen. Was früher alltäglicher Durchgangsweg war, ist heute ein kulturelles Erlebnis mit individueller Note – sichtbar in den großformatigen Graffitis, Gemälden und Collagen, die direkt vor Ort entstanden sind.

Die Hohenlohe Unterführung ist eine wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Norden der Stadt. Täglich nutzen zahlreiche Menschen den Durchgang für Arbeits-, Schul- oder Einkaufzwecke – und begegnen nun einem urbanen Highlight.

Kunst, die Identität schafft: Öhringer Wahrzeichen im Mittelpunkt

Oberbürgermeister Thilo Michler betonte bei der Eröffnung die Bedeutung des Projekts: „Die Künstlerinnen und Künstler haben ihren individuellen Ideen einen spannenden und bunten Ort mit Erlebnischarakter geschaffen, der unsere Heimatverbundenheit zu Öhringen widerspiegelt.“

Besonders charakteristisch: Viele der entstandenen Werke greifen Motive auf, die aus dem Stadtbild Öhringens nicht wegzudenken sind – darunter das Obere Tor, die historische Stiftskirche oder die beliebte Wasserrutsche des Freibads H₂Ö. Die Einbindung dieser Identifikationspunkte verleiht der Unterführung eine unverwechselbare Prägung.

Die sieben Kunstwerke im Überblick

  • Louis Hanks: Graffito „Öhringen lebt“, unterstützt von Envases. Kraftvolle Farben symbolisieren die Vitalität der Stadt.
  • Jano John (14 Jahre): Modernes Graffiti mit dem Oberen Tor, gefördert durch die Stadt Öhringen.
  • CoCo Bort: Filigrane Frauenzeichnung, deren Jugendstil-Haare an die Freibadrutsche erinnern, ermöglicht durch EDI.
  • Olha Kovalchuk: Werke im „Flat Design“, unterstützt von Veigel, mit historischen und aktuellen Stadtmotiven.
  • Gerd Metzler: Comic-Variation des „Hamballes“, gefördert durch Stadtmarketingverein Öhringen. Lieblingsstadt. e.V.
  • Kaja Block: Pop-Art-Kombination aus Stiftskirche, Emojis und Grafiken, im Stil von Roy Lichtenstein, durch HEKA unterstützt.
  • Dagmar Gebert: Bunte Mosaik-Schlüssellöcher mit Öhringer Motiven, ermöglicht durch die Volksbank Hohenlohe.
  • Jede der sieben großen Tafeln wurde mit 900 Euro von lokalen Sponsoren gefördert. Die Bandbreite reicht von moderner Pop-Art über klassische Motive bis zu comic-haften Darstellungen, stets mit Bezug zur Stadt.

    Kunst bringt Menschen zusammen – Generationenübergreifend und lokal verankert

    Der Wettbewerb „Kunst-unter-Wegs“ ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Öhringen und dem Stadtmarketingverein. Ursprünglich von der Firma Envases initiiert, entwickelte sich das Projekt zu einem Musterbeispiel für gesellschaftliches Engagement. Besonders hervorzuheben ist die Altersspanne der beteiligten Künstlerinnen und Künstler: Sie reicht von 14 bis 71 Jahren und unterstreicht die verbindende Kraft von kreativen Prozessen.

    Weit mehr als ein Durchgang: Die Unterführung als kultureller Begegnungsort

    Mit der Neugestaltung ist die Hohenlohe Unterführung zum leuchtenden Beispiel für die städtische Aufwertung durch Kunst geworden. Das Projekt spiegelt wider, wie gemeinschaftliche Kreativität den öffentlichen Raum verändern und bereichern kann – und zeigt, was möglich ist, wenn Engagement, Ideenreichtum und lokale Unterstützung zusammentreffen.

    Die Hohenlohe Unterführung bleibt somit nicht nur Verkehrsweg, sondern hat sich zu einer dauerhaften kulturellen Begegnungsstätte im Herzen Öhringens entwickelt.

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