Neues Leben für Öhringens Bahnhofsareal

Siegerentwurf setzt auf Skywalk, nachhaltige Grünflächen und weniger Verkehr – Präsentation im Januar 2026

Neues Leben für Öhringens Bahnhofsareal
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Öhringen

Mit dem Abschluss des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs „Bahnhofsareal“ in Öhringen ist ein bedeutender Schritt für die künftige Entwicklung des Bahnhofsquartiers gemacht. In der nicht-öffentlichen Sitzung des Preisgerichts am 9. Oktober wurden nach eingehender Beratung aus 15 eingereichten Arbeiten die besten Entwürfe ausgewählt und ausgezeichnet. Ziel war, das Bahnhofsumfeld städtebaulich aufzuwerten und den Bereich zukunftsorientiert als repräsentativen Ankunftsort und Mobilitätsdrehscheibe zu gestalten.

Wettbewerb: Impulse für modernes Stadtleben

Insgesamt stand eine Wettbewerbssumme von 65.000 Euro zur Verfügung, die auf drei Hauptpreise sowie eine Anerkennung verteilt wurde. Im Fokus der Aufgabenstellung standen verbindende und qualitätssteigernde Maßnahmen für den öffentlichen Raum – allen voran die Entwicklung eines „Skywalks“, der künftig als markante und sichere Verbindung zwischen den beiden Seiten des Bahnhofs für Fußgänger und Radfahrer dienen soll. Zeitgemäße Lösungen für Mobilität, Aufenthaltsqualität und klimatische Anpassung wurden in den Entwürfen eng miteinander verzahnt.

  • Der motorisierte Individualverkehr wird künftig weitgehend aus dem südlichen Bahnhofsbereich herausgehalten.

  • Die Zufahrt zum Bahnhofsareal bleibt nach den neuen Planungen nur für den ÖPNV, Taxen, Radfahrer und Lieferverkehr möglich.

  • Öffentliche Stellplätze werden verlagert, Busbuchten neu angeordnet und die Leistungsfähigkeit des Busbahnhofs erhöht.

    Siegerentwurf: „Ankommen, Verweilen, Verbinden“

    Überzeugen konnte der Entwurf des Teams LEHENdrei Architektur Stadtplanung (Stuttgart) in Kooperation mit freiraumconcept sinz-beerstecher + böpple Landschaftsarchitekten PartGmbB. Die Jury hob das harmonische und robuste Gesamtkonzept hervor, das bestehende und neue Strukturen intelligent verbindet und Platzstrukturen mit hoher Aufenthaltsqualität schafft. Besonders gelobt wurde die gestalterische Umsetzung des Skywalks als markantes Stadtelement und die Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte wie Retentionsflächen, großzügige Grünstrukturen und Verschattung.

    Oberbürgermeister Patrick Wegener zeigte sich zuversichtlich:

    „Wichtig war, örtlich südlich des Bahnhofs Mobilitätsschwerpunkte zu legen, unter anderem Park- und Abstellmöglichkeiten für PKW und Fahrräder vorzusehen. Insgesamt sollte die Aufenthaltsqualität vor dem Bahnhofsgebäude verbessert werden. Ich freue mich, dass nun tolle Ideen vorliegen, wie das Areal weiterentwickelt werden kann. Sicherlich müssen punktuell noch einige Stellschrauben gesetzt werden, da jetzt die Eigentümer der Grundstücke vom Vorhaben begeistert werden sollen. Aber wir sind mit diesem Aufschlag einen großen Schritt weiter und haben für die nächsten Jahre eine starke Perspektive, diesen zentralen Bereich wesentlich zu modernisieren und zu verschönern.“

    Der Vorsitzende des Preisgerichts, Dipl.-Ing. Klaus Elliger, betonte:

    „Das Konzept des ersten Preises bildet eine überzeugende Grundlage sowohl für die Weiterbearbeitung zum städtebaulichen Entwurf als auch für die mittel- und langfristige Entwicklung des Bahnhofsumfelds. Das Preisgericht empfiehlt der Stadt Öhringen einstimmig, die Verfasser des Siegerentwurfs mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen.“

    Preisträger und Anerkennung

    • 1. Preis (32.000 Euro): LEHENdrei Architektur Stadtplanung, Stuttgart, mit freiraumconcept sinz-beerstecher + böpple Landschaftsarchitekten PartGmbB
    • 2. Preis (16.000 Euro): Hähnig | Gemmeke Partnerschaft, Tübingen
    • 3. Preis (11.000 Euro): Thomas Schüler, Düsseldorf / faktorgruen
    • Anerkennung (6.000 Euro): Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, mit DE BUHR LA Landschaftsarchitektur und planetz architektenpartnergesellschaft mbB
    • Jury und Beteiligung

      Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch ein renommiertes Gremium. Als Fachpreisrichter wirkten unter anderem Fachleute wie Dipl.-Ing. Klaus Elliger (Mannheim) und Prof. Dita Leyh (Stuttgart) ebenso mit wie Mitglieder des Gemeinderats. Ergänzt wurde das Gremium durch stellvertretende Preisrichter und weitere Beraterinnen und Berater, um den Prozess fachlich fundiert und demokratisch abzusichern.

      Ausblick: Ausstellung und weitere Informationen

      Alle 15 eingereichten Entwürfe, einschließlich des Siegerprojekts, werden beim Bürgerempfang „Begegnung“ am Dienstag, 6. Januar 2026, in der KULTURa öffentlich ausgestellt. Zusätzlich können Interessierte die Wettbewerbsbeiträge bereits vorab online einsehen.

      Wettbewerbsbeiträge online einsehenhttps://oehringen.de/leben-/bauen-und-wohnen/wettbewerb-bahnhofsareal

      Hintergrund: Öhringens Entwicklung im Fokus

      Die Stadt Öhringen arbeitet schon seit Jahren an Konzepten zur Aufwertung des Bahnhofsareals. Auf einer Fläche von rund 7,9 Hektar soll ein attraktiver, moderner „Mobility-Hub“ als Willkommenspunkt entstehen. Ausgelöst wurde der Wettbewerb durch Beschlüsse des Gemeinderats und ein Maßnahmenpaket im Mobilitätskonzept.

      Die Stadt Öhringen setzt mit diesem Wettbewerb einen wichtigen Impuls für die Vernetzung und Modernisierung ihres Bahnhofsareals. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie die ambitionierten Pläne umgesetzt und weiterentwickelt werden können.

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