Weygang-Museum eröffnet Limes-Ausstellung neu

In Öhringen läuft die Schau zum 20-jährigen UNESCO-Jubiläum des Obergermanisch-Raetischen Limes noch bis 7. Juni.

Weygang-Museum eröffnet Limes-Ausstellung neu
Bild zum Beitrag© Redaktionsteam Öhringen

Mit einer Wiedereröffnung und einer neuen Sonderausstellung hat das Weygang-Museum Öhringen am 2. Mai einen neuen Akzent gesetzt. Mehr als 60 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, die nach einer Phase konzeptioneller Neuordnung stattfand. Im Mittelpunkt stand die Vernissage zur Ausstellung „Der Limes – eine Grenze, die verbindet. 20 Jahre UNESCO-Welterbe“.

Wiedereröffnung mit Vernissage und Rundgang für unterschiedliche Zielgruppen

Den Auftakt machten die jüngsten Besucherinnen und Besucher. Sie wurden von den Museumsführerinnen Ilse Lenz und Elisabeth Schmid durch die Ausstellung begleitet. Für die erwachsenen Gäste begann das Programm um 16 Uhr mit Grußworten von Oberbürgermeister Patrick Wegener und Museumsleiterin Eva Seydl.

Die Veranstaltung verband damit unterschiedliche Zugänge zum Thema: kindgerechte Vermittlung am Beginn, offizielle Worte im Anschluss und eine fachliche Einführung in die Inhalte der Ausstellung durch Limes-Cicerona Doris Köhler. Bei Sonnenschein klang der Nachmittag bei einem Sektempfang im Museumsgarten aus.

Das Jubiläum des UNESCO-Welterbes im Fokus

Die Ausstellung der Limeskommission würdigt das 20-jährige Jubiläum der Aufnahme des Obergermanisch-Raetischen Limes in die UNESCO-Welterbeliste. Roll-ups, historische Karten und Luftbilder geben Einblicke in Geschichte, Archäologie und Bedeutung dieses römischen Grenzsystems in Europa und den deutschen Bundesländern.

Damit rückt das Museum ein Thema in den Vordergrund, das historische Tiefe mit regionaler Bedeutung verbindet. Der Limes steht in dieser Präsentation nicht nur als Grenze, sondern auch als verbindendes Element zwischen Orten, Regionen und historischen Zusammenhängen.

Stimmen zur Bedeutung für Stadt, Region und Museum

Oberbürgermeister Patrick Wegener verwies in seinem Grußwort auf die besondere Bedeutung des Welterbes für Öhringen, die Region und die europäische Geschichte. Museumsleiterin Eva Seydl hob vor allem den Bildungsauftrag des Hauses hervor. Ihr sei wichtig, dass das Weygang-Museum als kultureller Lernort wahrgenommen werde. Unterschiedliche Angebote sollen die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen, Austauschen und Nachdenken anregen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist nach ihren Angaben der Bereich Bildung und Vermittlung. Dieser soll durch den Bau einer Museumswerkstatt stärker in den Mittelpunkt rücken.

Unterstützung durch den Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald

Das Ausstellungsmaterial wurde anlässlich des Jubiläums vom Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald beschafft. Geschäftsführer Karl-Dieter Diemer betonte die Bereitschaft, die Materialien den Mitgliedskommunen zur Verfügung zu stellen. Ziel sei es, die Verbundenheit entlang des Limes sichtbar zu machen und das Motto der Ausstellung mit Leben zu füllen.

Der Naturpark unterstützt seit 2024 zudem die Arbeit regionaler Limes-Cicerones. Genannt werden dabei Austauschformate und die Einwerbung von Fördermitteln, etwa über den Welterbefonds des Landes Baden-Württemberg. Im Jahr 2025 konnten in diesem Rahmen zahlreiche Veranstaltungen umgesetzt werden. Außerdem koordiniert der Naturpark eine Arbeitsgemeinschaft der Naturparke am Limes in Kooperation mit dem Verein Deutsche Limesstraße.

Besuchszeiten und Ausblick

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 7. Juni zu sehen. Das Museum ist sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen können auf Anfrage gebucht werden.

Damit bietet das Weygang-Museum Öhringen in den kommenden Wochen weiterhin Gelegenheit, sich mit der römischen Vergangenheit der Stadt und der Bedeutung des UNESCO-Welterbes Limes auseinanderzusetzen.

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