Ärztin und Künstlerin geehrt

Dr. Therese Herzog-Rennau: Landschaftsgemälde am Bürgerheim erinnert an ihr soziales Engagement und ihre Ehrenbürgerschaft

Von Herold Rheinfelden
Ärztin und Künstlerin geehrt
Bild zum Beitrag© Herold Rheinfelden

Seit Kurzem bereichert ein neues Highlight den Eingangsbereich des Bürgerheims: Ein Landschaftsgemälde von Dr. Therese Herzog-Rennau, das den Luganer See zeigt, wurde als Schenkung aus Familienbesitz übergeben. Das Werk steht nicht nur für künstlerische Qualität, sondern ist auch ein sichtbares Zeichen für Engagement und Geschichte in der Region.

Einblick in das Leben von Dr. Therese Herzog-Rennau

Dr. Therese Herzog-Rennau war eine der ersten Frauen, die ein Medizinstudium absolvieren durften. Ab 1913 war sie im Dinkelberg tätig und eröffnete 1927 in der Gartenstraße eine hausärztliche Geburtshilfe. Später führte sie zusammen mit ihrer Familie das sogenannte Bampi-Schlösschen. Besonders verbunden war sie mit den Menschen der Dinkelbergdörfer; in den Nachkriegsjahren war sie bei Wind und Wetter unterwegs, oft mit dem Fahrrad oder Pferdeschlitten, um zu helfen.

Nachdem sie ihre Praxis an ihre Tochter Hadumoth übergeben hatte, zog sie mit ihrem Mann in den 1950er Jahren ins Tessin. Dort widmete sie sich verstärkt der Malerei. Das jetzt ausgestellte Bild stammt aus dieser kreativen Phase.

Würdigung für soziales und karitatives Engagement

Die Heimleitung des Bürgerheims betont, der Eingangsbereich biete den „genau richtigen Ort, um soziale und karitative Verdienste bemerkenswert zu würdigen“. Viele ältere Bewohner erinnern sich noch lebhaft an die Ärztin und ihre Hilfsbereitschaft.

Bleibende Spuren in Rheinfelden

Für ihren jahrzehntelangen Einsatz wurde Dr. Therese Herzog-Rennau 1961 mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet. Bis heute ist sie die einzige Frau, die diese Ehre in Rheinfelden erhielt. Auch der nach ihr benannte Therese-Herzog-Weg erinnert an ihr Lebenswerk. Ihr Tod im Jahr 1980 im Alter von 93 Jahren markierte das Ende eines bemerkenswerten Lebens, dessen Spuren weiterhin sichtbar sind.

Neuer Blickfang am Eingang

Kristin Fuchs, Heimleiterin Irene Sorg und Dr. Welf Dieterich zeigten sich bei der Übergabe des Gemäldes erfreut über die Aufwertung des Eingangsbereichs durch diesen besonderen Blickfang. Das Kunstwerk schafft einen sichtbaren Bezug zu einer Persönlichkeit, deren Wirken Rheinfelden nachhaltig geprägt hat.

Mit der Schenkung entsteht für Bewohner und Besucher ein wertvoller Ort der Erinnerung an Dr. Therese Herzog-Rennau. Ihr Vermächtnis lebt weiter – im Bild, im Namen des Therese-Herzog-Wegs und im Bewusstsein der lokalen Gemeinschaft.

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