Naschbaum: Obst retten leicht gemacht

In Rheinfelden laden gelbe Bänder zum kostenlosen Pflücken von Streuobst ein – für Natur und Tierwelt

Von Herold Rheinfelden
Naschbaum: Obst retten leicht gemacht
Bild zum Beitrag© Herold Rheinfelden

Mit dem neuen Projekt „Naschbaum“ setzen sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Stadtverwaltung Rheinfelden aktiv dafür ein, ungenutztes Obst von Streuobstwiesen vor dem Verfall zu bewahren. Das Projekt startet in Rheinfelden und verfolgt das Ziel, Ressourcen zu schonen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Das gelbe Band als Zeichen zum Ernten

Kernstück des Projekts ist das auffällige gelbe Band mit der Aufschrift „Naschbaum“. Dieses Signal dient dazu, Passanten auf Bäume aufmerksam zu machen, an denen Obst von jedermann kostenlos und mit Zustimmung des Baumeigentümers für den Eigenbedarf geerntet werden darf. Dadurch werden Früchte, die sonst ungenutzt bleiben würden, sinnvoll verwertet.

Wie funktioniert das „Naschbaum“-Band?

  1. Eigentümer von Obstbäumen bringen das gelbe Band sichtbar am Baum an.
  2. Das Band zeigt Spaziergängern und Ernteinteressierten an, dass das Obst kostenlos gepflückt werden darf.
  3. Das Angebot gilt ausschließlich für die Eigenbedarfsernte, nicht für gewerbliche Zwecke.
  4. Respektvoller Umgang mit Natur und Tieren

    Die Verantwortlichen des Projekts heben hervor, dass beim Pflücken Rücksicht auf Natur und Tiere genommen werden soll. Patrick Pauli, Leiter der zuständigen Abteilung im Rathaus, gibt zu bedenken, dass ein sorgsamer Umgang mit den Bäumen und den dort lebenden Tieren unabdingbar sei. Thomas Lindenthal, erster Vorsitzender des BUND, ergänzt, dass keine Äste abgebrochen und keine Leitern ohne ausdrückliche Erlaubnis genutzt werden dürfen.

    Bedeutung von Streuobstwiesen

    So erhalten Baum-Eigentümer das „Naschbaum“-Band

    Interessierte Eigentümer von Obstbäumen können das gelbe Band kostenlos erhalten. Insgesamt stehen zunächst 150 Bänder zur Verfügung. Sollte der Bedarf steigen, können weitere Bänder nachbestellt werden.

    • Bei der Abteilung Stadtgrün und Umwelt, Telefon -347
    • oder bei der Rheinfelder Ortsgruppe des BUND, 0173 4427069
    • Mit dem gemeinsamen Projekt hoffen Patrick Pauli, Steffi Metz und Thomas Lindenthal vom BUND, dass künftig weniger Streuobst verderben muss und dass gleichzeitig mehr Bewusstsein für nachhaltige Nutzung und Naturschutz entsteht. Das „Naschbaum“-Band könnte damit einen wichtigen Beitrag für Umwelt und lokale Gemeinschaft leisten.

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