Neue Erinnerungsstätte auf dem Waldfriedhof Karsau
Basaltstele mit 75 Rheinkieseln schafft einen persönlichen Ort für Baumbestattungen

Auf dem Waldfriedhof in Karsau gibt es seit Anfang Mai eine neue zentrale Erinnerungsstätte für Baumbestattungen. Im Mittelpunkt steht eine über zwei Meter hohe Basaltstele mit eingearbeiteten Rheinkieseln, die als alternative Gestaltung an die Stelle einer ursprünglich geplanten klassischen Stele mit Namensplättchen getreten ist.
Neue Form des Gedenkens auf dem Waldfriedhof
Die nun umgesetzte Lösung setzt auf eine künstlerisch gestaltete Basaltsäule, in die zahlreiche unterschiedlich große Rheinkiesel eingelassen wurden. Nach Angaben aus der Pressemitteilung entstand die Idee dazu vom Bildhauer Matthias Hartmann. Die Gestaltung verbindet damit ein sichtbares Erinnerungszeichen mit einer bewusst individuellen Formensprache.
Die Stele ist als zentrale Stätte für Baumbestattungen angelegt und soll Angehörigen einen Ort des Erinnerns bieten. Die Wahl der Materialien und der Aufbau der Arbeit geben der Anlage eine klare, ruhige Wirkung. Gleichzeitig wird über die Gestaltung ein Bezug zur Landschaft und zur Vielfalt des Einzelnen hergestellt.
Symbolik der 75 Steine
In die Basaltsäule wurden insgesamt 75 Steine eingelassen. Jeder einzelne Stein steht symbolisch für die Einzigartigkeit des Menschen. Form, Größe und Farbgebung unterscheiden sich von Stein zu Stein und unterstreichen diesen Ansatz.
Die am Hochrhein gesammelten Kiesel wurden durch feinen Schliff veredelt. Dadurch entfalten sie ihre individuelle Farbigkeit und heben sich sichtbar voneinander ab. Zugleich verweisen sie auf die Vielfalt des Einzelnen innerhalb eines größeren Ganzen, das durch die massive Säule verkörpert wird.
Gestaltung und Ausführung
Die Kiesel sind etwa bis zur Hälfte in die fünf Seitenflächen der Stele eingelassen. Derzeit sind sie provisorisch mit schwarzgrauem Silikon befestigt. Sobald sich Angehörige für einen Stein entschieden haben, wird dieser vom Bildhauer entnommen, individuell beschriftet und anschließend mit dauerhaft eingefärbtem Zementmörtel wieder eingesetzt.
Den oberen Abschluss der Stele bildet eine farbig gestaltete Waldszene. Damit wird der Bezug zum Waldfriedhof auch gestalterisch aufgenommen und die Gesamtwirkung der Erinnerungsstätte abgerundet.
Alternative zum ursprünglichen Entwurf
Wie in der Pressemitteilung beschrieben, wurde statt einer klassischeren Lösung mit Namensplättchen bewusst eine andere Form gewählt. Die nun realisierte Stele verbindet künstlerische Gestaltung mit einem individuellen Erinnerungsansatz und macht die persönliche Zuordnung über den einzelnen Stein möglich.
Für den Waldfriedhof in Karsau ist damit seit Anfang Mai ein neuer Ort entstanden, der Funktion und Symbolik miteinander verbindet. Die Kombination aus Basalt, Rheinkieseln und farbigem Abschluss verleiht der Erinnerungsstätte eine eigenständige und zurückhaltende Präsenz.
Das Bildmaterial zur Pressemitteilung zeigt den Künstler Matthias Hartmann bei der Bearbeitung der Basaltstele mit Rheinkieseln für den Karsauer Waldfriedhof.
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