Rheinfelden geht gegen Glücksspielsucht vor

Kontrollen in 20 Betrieben decken Jugendschutzverstöße auf – Prävention und Beratung im Fokus

Von Herold Rheinfelden

Die Stadt Rheinfelden (Baden) hat gemeinsam mit der Villa Schöpflin, der Polizei Rheinfelden und der Suchtberatung BWLV Lörrach (Außenstelle Rheinfelden) in dieser Woche umfangreiche Maßnahmen zur Prävention von Glücksspielsucht umgesetzt. Ziel der Aktion war es, risikobehaftete Betriebe zu kontrollieren, die Präventionsarbeit zu stärken und sowohl Betreiber als auch Besucher für das Thema zu sensibilisieren.

Kontrollen bei Betrieben mit Geldspielautomaten

Im Rahmen der Maßnahmen wurden insgesamt 20 Betriebe mit Geldspielautomaten überprüft. Die Kontrollen erstreckten sich über verschiedene Betriebskategorien, darunter:

  • Gaststätten
  • Spielhallen
  • Shishabars
  • Imbissbetriebe
  • Die Betreiber wurden nicht nur hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben überprüft. Im Rahmen von Beratungsgesprächen erhielten sie zudem Informationsmaterialien und Hinweise auf bestehende Unterstützungsangebote.

    Fokus auf Prävention und Frühintervention

    Der Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung betonte in diesem Zusammenhang: "Uns geht es nicht nur um die Kontrolle gesetzlicher Vorgaben, sondern auch darum, Menschen frühzeitig Hilfe anzubieten". Damit rückt das Ziel der Präventionsarbeit – die Verhinderung von Abhängigkeiten – in den Mittelpunkt. Die beteiligten Akteure sind überzeugt, dass Prävention einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Glücksspielsucht leisten kann.

    Ordnungswidrigkeiten und Konsequenzen

    Die Kontrollen führten zur Feststellung von acht Ordnungswidrigkeiten. Diese Verstöße betrafen folgende Bereiche:

    • Spielverordnung
    • Gaststättengesetz
    • Nichtraucherschutz
    • Jugendschutz
    • Ordnungsrechtliche Vorgaben
    • Das Ergebnis der Überprüfung bewertet Dominic Rago als unbefriedigend und zieht klare Konsequenzen: "Wir haben zahlreiche Verstöße und eine deutliche Missachtung des Jugendschutzes festgestellt. Diese werden wir konsequent verfolgen und Bußgelder gegen die Verantwortlichen verhängen."

      Zentrale Rolle des Jugendschutzes

      Ein besonderer Fokus lag auf dem Jugendschutz. Die Maßnahmen sollen gewährleisten, dass Jugendliche nicht in Kontakt mit Glücksspielen kommen und vor den Gefahren einer Spielsucht geschützt werden. Die Verantwortlichen betonen die Notwendigkeit, bei Verstößen konsequent durchzugreifen.

      Weiterführende Informationen und Kontakt

      Bürgerinnen und Bürger sowie Betreiber, die mehr Informationen zu den Unterstützungsangeboten oder zu den rechtlichen Rahmenbedingungen wünschen, können sich an die zuständigen Stellen der Stadt wenden.

      Die Stadt Rheinfelden und die beteiligten Organisationen setzen mit dieser gemeinsamen Aktion ein deutliches Zeichen für konsequente Präventionsarbeit und signalisiert klare Handlungsbereitschaft im Kampf gegen Glücksspielsucht und deren Folgen.

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