Rheinfelden warnt vor Asiatischer Tigermücke

Stadt empfiehlt gründliches Leeren und Reinigen von Wasserbehältern zur Vermeidung starker Mückenplagen im Frühjahr

Von Herold Rheinfelden

Die Asiatische Tigermücke sorgt seit einigen Monaten für Aufsehen in Rheinfelden (Baden). Sowohl die Stadtverwaltung als auch das Amt für öffentliche Ordnung und die Firma ICYBAC wenden sich nun mit konkreten Empfehlungen an die Bevölkerung, wie man noch vor Wintereinbruch die Vermehrung der lästigen Stechmücken im eigenen Garten effektiv verhindern kann.

Diapause-Eier überdauern den Winter

Die Asiatische Tigermücke legt auf der Innenseite von Gefäßen, die im Sommer Wasser enthalten, sogenannte Diapause-Eier ab. Diese Eier erweisen sich als besonders robust: Sie überstehen langanhaltende Minustemperaturen und ausgedehnte Trockenperioden.

Werden die Eier nicht entfernt, schlüpfen im Frühjahr – meist mit den ersten wärmeren Tagen im April – die neuen Larven. Die Folge: Ein starker Anstieg der Mückenpopulation bereits zu Beginn der nächsten Saison.

Gefährdete Stellen im Garten erkennen

Die Eier der Tigermücke haften bevorzugt an feuchten Oberflächen in und an folgenden Behältern:

  • Blumentöpfe
  • Gießkannen
  • Pflanzenuntersetzer
  • Abflussrinnen, verstopfte oder verbogene Dachrinnen
  • Gullys
  • Wassertonnen
  • Sonnenschirmständer
  • Angesichts der Vielzahl möglicher Brutstätten ist besondere Aufmerksamkeit geboten, da die Eier mit bloßem Auge kaum erkennbar sind.

    Effektive Maßnahmen zur Bekämpfung

    Um die Ausbreitung der Tigermücke einzudämmen, empfehlen die Verantwortlichen, sämtliche potenziellen Brutbehälter gründlich zu reinigen. Die wichtigsten Schritte im Überblick:

    • Alle Wasserbehälter entleeren.
    • Gründliche Reinigung mit einer harten Bürste oder einem Hochdruckreiniger.
    • Nachspülen mit sehr heißem Wasser (80 bis 90 Grad).
    • Reinigungswasser nicht in den Abfluss, sondern auf den Boden geben.
    • Gegenstände anschließend trocken lagern.
    • Fest installierte Behälter sorgfältig mit lückenlosen Netzen abdecken.
    • Hohlrohre beispielsweise mit Korken, Klebefolie oder kleinen Blumentöpfen verschließen.
    • Die Reinigungsmaßnahmen sollten, insbesondere aufgrund der schwer sichtbaren Eier, möglichst großflächig ausfallen.

      Weiterführende Informationen

      Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden Wissenswertes rund um das Thema Tigermücke sowohl auf der Webseite der Stadt Rheinfelden (Baden) als auch direkt bei der Firma ICYBAC.

      Mit gezielten Maßnahmen im Herbst kann jeder Gartenbesitzer dazu beitragen, den Bestand der Asiatischen Tigermücke deutlich zu reduzieren – und so für eine angenehmere Zeit im kommenden Frühjahr und Sommer sorgen.

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