Neue Piktogrammkette macht Radfahren sicherer
Stuttgart-Vaihingen testet innovative Markierung für mehr Platz und Sichtbarkeit auf der Straße

In Stuttgart-Vaihingen geht die Stadt einen neuen Weg, um die Sicherheit von Radfahrenden zu erhöhen: In der Rottweiler Straße wurde die erste sogenannte Piktogrammkette im Stadtgebiet realisiert. Damit setzt die Landeshauptstadt ein sichtbares Zeichen für mehr Rücksicht und klare Regeln im Straßenverkehr.
Neue Maßnahme für mehr Sicherheit
Die Piktogrammkette in der Rottweiler Straße besteht aus zwölf Radfahr-Symbolen, die sich über mehrere hundert Meter erstrecken – von der Kreuzung Vaihinger Hauptstraße bis zur Stadtbahnhaltestelle Fauststraße. Sie ersetzt den bisherigen Radfahrstreifen und ist als deutlich sichtbare Spur auf der Mitte des Fahrstreifens angebracht.
Der Grund für diese Neuerung: Der frühere Schutzstreifen zwang Radfahrende dazu, weit rechts am Rand zu fahren, was in der Folge häufig zu unzulässigen Überholmanövern durch Autofahrende führte. Besonders problematisch war dabei der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Metern, der auf dem schmalen Streifen oft nicht eingehalten werden konnte.
Klare Führung und mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr
Mit den neuen, auf der Fahrbahnmitte angebrachten Piktogrammen wird klar signalisiert, dass Radfahrende den gesamten Fahrstreifen nutzen dürfen und sollen. Autofahrerinnen und Autofahrer werden dadurch gezwungen, beim Überholen den vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten. Ziel ist eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Die Maßnahme stützt sich auf aktuelle Erlasse des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Gerade an besonders engen Stellen, an denen keine separaten Radwege möglich sind, wird diese Lösung bevorzugt eingesetzt. In der Rottweiler Straße bietet die Piktogrammkette daher die einzige Möglichkeit, den Verkehrsraum sichtbar und sicher für alle Beteiligten zu organisieren.
Flexible Lösung für Engstellen und Lückenschlüsse
Piktogrammketten eignen sich insbesondere zum Schließen von Lücken im Radverkehrsnetz an Hauptverkehrsstraßen und überall dort, wo Seitenradwege enden oder Schutzstreifen nicht umsetzbar sind. Auch außerorts kann diese Lösung zum Einsatz kommen, beispielsweise an kurzen Engstellen oder wo beidseitige Schutzstreifen nicht möglich sind.
Fazit: Verbesserte Verkehrssicherheit und mehr Attraktivität
Nach Einschätzung der Stadtverwaltung stellt die Piktogrammkette eine deutliche Verbesserung für die Sicherheit und Sichtbarkeit des Radverkehrs dar. Die neue Spurführung erhöht die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und macht das Radfahren auf zuvor engen Abschnitten attraktiver und sicherer.
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